Donnerstag, 15. August 2013

Banners Broker – Game Over?

Ein ausführlicher Artikel vom Obtainer:

Der OBTAINER berichtete in den vergangenen Monaten mehrfach über die Online-Werbeagentur Banners Broker, insbesondere über die nicht enden wollenden Katastrophenmeldungen, die den Verdacht erhärteten, dass das Unternehmen ein bis in den Kern betrügerisches Schneeballsystem betreibt. Die neuesten Meldungen schlagen in dieselbe Kerbe: Angeblich erhalten die Partner von Banners Broker ihre Provisionen verspätet, nur teilweise oder gar nicht mehr.

Im Internet häufen sich derzeit tausende Meldungen von Partnern der Online-Werbeagentur, dass Banners Broker keine Provisionen mehr auszahlt oder dies nicht in voller Höhe bzw. zu spät tut. Angesichts der Masse der Meldungen kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass diesen Meldungen ein wahrer Kern zugrunde liegt. Und betrachtet man außerdem die anhaltenden Hiobsbotschaften der letzten Monate, scheint Banners Broker nicht in eine allzu rosige Zukunft zu blicken.


Was bisher geschah…

In unserem Artikel „Der merkwürdige Fall von Banners Broker“, den wir im Januar 2013 veröffentlicht haben, berichteten wir über die kanadische Online-Werbeagentur und die schon damals zahlreichen Ungereimtheiten in der Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Banners Broker, dessen Hauptsitz sich in der kanadischen Metropole Toronto befindet, machte Anfang des Jahres vor allem durch eines auf sich aufmerksam – merkwürdige Widersprüche, die von der Unternehmensführung mit immer geringer werdendem Erfolg wegdiskutiert werden konnten.

Banners Broker bezeichnet sich selbst als Online-Werbeagentur, die durch Bannerwerbung auf relevanten, zielgruppenorientierten Webseiten Geld verdient. Kunden der Agentur und Betreibern von Webseiten wurde die Möglichkeit gegeben, durch das Platzieren von Bannerwerbung Provisionen zu erwirtschaften. Partner von Banners Broker konnten sich gebührenpflichtig für ein sogenanntes Pub Combo Package registrieren, das alle Vorteile für Werbetreibende und Webseiten-Betreibern in sich vereinte und angeblich „sechs verschiedene Möglichkeiten bietet, Geld zu verdienen“. Banners Broker ist in Dutzenden Märkten weltweit positioniert, z. B. in den USA, Irland, Polen und Indien.

An sich erschien das Geschäftsmodell auf den ersten Blick durchaus innovativ und zukunftsorientiert. Werbung ist heute ein zweistelliger Milliardenmarkt und die Kombination von Online-Business mit MLM-Aspekten wirkte zunächst wie ein Geniestreich. Aber die Legalität von Banners Broker wurde schnell in Frage gestellt, und dafür gab es eine ganze Reihe von Gründen.

Der erste Stolperstein war die prominente Rolle, die Rajiv Dixit als CEO von Banners Broker spielte. Dixit ist in Kanada alles andere als ein Unbekannter, denn er war einer der Drahtzieher des inzwischen nicht mehr existierenden Unternehmens IFC World Homes. IFC wurde von der kanadischen Wettbewerbsaufsicht eingehend geprüft und es konnte nicht festgestellt werden, so hieß es, dass das Unternehmen über legitime Einnahmequellen verfügte. Daraufhin wurde IFC World Homes geschlossen, denn das Unternehmen betrieb ein Schneeballsystem, wie sich schließlich herausstellte. Man mag einwenden, dass dies allein kein zwingender Grund dafür sein muss, dass Rajiv Dixit einen ähnlichen Betrug auch mit Banners Broker geplant hat, allerdings gab es weitere Ereignisse, die den Verdacht mehr und mehr erhärteten, dass Banners Broker doch ein Schneeballsystem ist.

Banners Broker zog bereits Ende letzten Jahres die Aufmerksamkeit der Behörden und Medien in mehreren Ländern auf sich – allerdings nicht im positiven Sinne. Zuerst wurde in Indien der Vorwurf vorgebracht, das Unternehmen verstoße mit seinen Geschäftspraktiken gegen den Prize Chits and Money Circulation Schemes (Banning) Act 1978. Ausgangspunkt dafür war die Anzeige eines indischen Partners von Banners Broker, der behauptete, das Unternehmen würde versprochene Provisionen bzw. Renditen für Investitionen nicht ausbezahlen. Die Konsequenz war, dass die zuständige Polizei nach einer Überprüfung von Banners Broker zwangsweise mehrere Offices im indischen Bundesstaat Goa schloss. Vonseiten des Unternehmens wurde diese Schließung allerdings heruntergespielt. Die Offices seien nur vorübergehend geschlossen worden, weil „einige unserer Geschäftspartner und ein ehemaliger Angestellter den Vergütungsplan von Banners Broker falsch dargestellt haben und daher nicht nur für Missverständnisse gesorgt, sondern auch unsere strikten Unternehmensrichtlinien verletzt haben“, hieß es von David Hooker, Chief Compliance Officer bei Banners Broker. Erwähnt werden muss an dieser Stelle allerdings, dass nicht nur Banners Broker ins Visier der indischen Behörden geriet, sondern auch andere Direktvertriebsunternehmen.

Ein weiterer Zwischenfall in Irland sorgte für ungewolltes Medieninteresse auf der grünen Insel und darüber hinaus. Paul McCarthy, irischer Partner von Banners Broker, versprach auf einem Business-Meeting des Unternehmens Renditen von bis zu 400 % auf getätigte Investitionen. „Wenn Sie heute hier anwesend sind und Partner bei Banners Broker werden, verdienen Sie nach sieben Tagen Geld. […] Jeden Tag, den Sie bei Banners Broker sind, werden Sie abends zu Bett gehen und am nächsten Tag reicher aufwachen“, sagte McCarthy wörtlich auf dem besagten Meeting im irischen Cork. Das Meeting war von einem Undercover-Journalisten gefilmt worden – Banners Broker konnte in diesem Fall also nicht die bewährte Taktik von Herunterspielen und Verharmlosen anwenden. Stattdessen wurde Paul McCarthy zum Bauernopfer gemacht und David Hooker ruderte kräftig zurück: „Es ist wichtig, immer daran zu denken, dass in unserem Vergütungsplan kein bestimmtes Einkommen garantiert wird. Die Provisionen werden ausschließlich auf Basis einer abgeschlossenen Kampagne innerhalb des Blind Networks und des dadurch generierten Traffics ausbezahlt. Da der Traffic variiert, garantiert Banners Broker niemals einen bestimmten Zeitpunkt, ab dem ein Partner Provisionen erhält.“

In Nordamerika begann sich mittlerweile die Ontario Securities Commission für Banners Broker zu interessieren und ordnete eine Prüfung der Geschäftstätigkeit an. Außerdem warnte die Behörde die Öffentlichkeit sogar explizit vor dem Unternehmen.

Aber die Serie von Hiobsbotschaften riss an dieser Stelle noch nicht ab, sondern setzte sich ungehindert fort. Im März wurde bekannt, dass der Online-Payment-Service Vector Card die Zusammenarbeit mit Banners Broker kurzfristig beendete. Partner wurden aufgefordert etwaige Guthaben schnellstmöglich abzuheben. In der anhaltenden Diskussion um die Rechtmäßigkeit des Geschäftsmodells von Banners Broker hatte sich das Unternehmen immer wieder auf die Kooperation zwischen Banners Broker und der Möglichkeit berufen, über Vector Card mit der weltweit akzeptierten MasterCard zu bezahlen. Da die MasterCard von zahlreichen seriösen Unternehmen akzeptiert wird, sollte so offenbar der Anschein eines ebenfalls seriösen Geschäftsmodells erweckt werden. Der Ausstieg von Vector Card machte dieses Argument allerdings zunichte. Kurz danach gingen die Online-Services von Banners Broker vom Netz – angeblich aufgrund von Hosting-Problemen. Entsprechende Protokolle legten die Vermutung nahe, dass das Unternehmen seinen Hosting-Provider wechselte, wenn auch nicht bekannt wurde, aus welchen Gründen. Da unmittelbar zuvor Vector Card die Zusammenarbeit mit Banners Broker beendet hatte, lag der Verdacht nahe, dass sich auch der bisherige Hosting-Provider aus einer Kooperation mit dem mittlerweile recht zwielichtig erscheinenden Unternehmen gelöst hatte.

Alles in allem zeichnete sich zunehmend das Bild eines Unternehmens ab, dessen Geschäftsmodell intransparent war, dem mehr und mehr die Erklärungen für bestenfalls merkwürdige Zwischenfälle ausgingen, das immer stärker ins Visier von Behörden in der ganzen Welt geriet und dessen Unternehmensführung offenbar alles andere als eine weiße Weste hatte.

Das Trio Infernale

Banners Broker wurde im November 2010 von Chris Smith und Kul Josun gegründet. In den letzten Monaten profilierten sich dann Chris Smith, David Hooker (Chief Compliance Officer) und Rajiv Dixit (CEO) als die Gesichter von Banners Broker.

Rajiv Dixit zog schnell den Verdacht auf sich, eine ähnliche Betrugsmasche wie seinerzeit mit IFC World Homes zu betreiben. Inzwischen ist er untergetaucht – sein Aufenthaltsort ist unbekannt und er tritt als CEO von Banners Broker nicht mehr öffentlich in Erscheinung. Auf Facebook änderte er zunächst seinen Namen in Rajeeve EswarRao, vermutlich um dem Shit Storm gegen Banners Broker zu entgehen, bevor er sein Profil nun ganz gelöscht zu haben scheint.

Chris Smith dagegen ist nach wie vor öffentlich tätig und „der letzte Verteidiger von Banners Broker und entweder verblendet genug oder gut genug bezahlt, um Partnern weiterhin Sand in die Augen zu streuen“, so heißt es in einem Blog, der die Entwicklung von Banners Broker seit Ende letzten Jahres mitverfolgt. Smith scheint es an krimineller Intelligenz zu mangeln, als dass er das Modell von Banners Broker entworfen haben könnte, allerdings scheint er sich mit der Rolle zufrieden zu geben, als Frontmann aufzutreten, so der zitierte Blog-Schreiber. Es erscheint wesentlich wahrscheinlicher, dass Rajiv Dixit der echte Drahtzieher ist, der sich wohlweislich im Hintergrund hält.

Und zu guter Letzt bleibt David Hooker, der als Chief Compliance Officer in letzter Zeit stark gefordert war, denn es war seine Aufgabe, verärgerte Partner zu besänftigen und Erklärungen für die zunehmend dubioser erscheinende Geschäftstätigkeit von Banners Broker zu finden. Anfang des Jahres, als erste Gerüchte laut wurden, dass Banners Broker ein betrügerisches Schneeballsystem sei, wendete sich der OBTAINER mehrfach an das Unternehmen und an David Hooker, um diesen Gerüchten auf den Grund zu gehen. Leider gab es von Banners Broker keine Reaktion auf unsere zahlreichen Anfragen.

David Hooker wird im Punkto öffentlichkeitswirksame Erklärungen nun immer mehr von Chris Smith abgelöst, der sich im Übrigen auch immer wieder zu den verspäteten oder sogar ganz ausbleibenden Provisionszahlungen äußerte.

Wo bleiben die Provisionen?

De Beschwerden von Partnern des Unternehmens über verspätete und teilweise oder sogar ganz ausbleibende Provisionen haben in den vergangenen Monaten eine beängstigende Masse und Vehemenz erhalten. Die Äußerungen sind klar und unmissverständlich. „Banners Broker ist tot. Game over!“, heißt es. Oder: „Wenn man heute Geld in Banners Broker investiert, wird man es nicht wiedersehen!“ Oder: „Zu behaupten, Banners Broker wäre momentan in Schwierigkeiten, ist in etwa dasselbe, als zu sagen, die Titanic sein ein bisschen nass geworden.“

Trotzdem wir Chris Smith nicht müde, mehr oder weniger einleuchtende Erklärungen für die nicht, teilweise oder verspätet ausgezahlten Provisionen an Partner zu finden. Hier eine kleine Auswahl:

Am 23. Mai erklärte Chris Smith, dass verspätete Zahlungen auf zwei Gründe zurückzuführen seien. „Über Payza arbeiten wir mit Excel-Dateien, d. h., die entsprechenden Dateien werden ins System eingespeist und dann erfolgt die Auszahlung. Diese Excel-Dateien erstelle ich auf Basis der Daten unserer Partner selbst. Die Informationen sind normalerweise nach Datum geordnet. Wenn aber jemand z. B. gleichzeitig vier Auszahlungen erhalten soll, bearbeiten wir zunächst die erste und gehen dann weiter zum nächsten Partner. Dabei habe ich die Daten nach Partner-ID geordnet und nicht nach Datum – das hatte ich vergessen. Deshalb kann es vorkommen, dass ein Partner zwar seine Provisionen für April bereits erhalten hat, auf die aus dem März aber noch wartet. Und da derzeit die Überprüfung durch die Ontario Securities Commission läuft, haben wir ganz bewusst Partner vorgezogen, die noch nie Provisionen erhalten haben, damit jeder sein Geld zurückerhalten kann.“

Diesen Wortlaut lasse man sich auf der Zunge zergehen. Bei Banners Broker wird also tatsächlich mit manuell erstellten Excel-Dateien für die Provisionsauszahlungen gearbeitet – und das bei angeblich 160.000 Partnern? Äußerst unglaubwürdig oder unglaublich unprofessionell. Kein Wunder, dass Provisionen angesichts dieses Systems nicht, nur teilweise oder verspätet ausgezahlt werden können. Und die Tatsache, dass die Prüfung durch die Ontario Securities Commission dazu führt, dass plötzlich länger liegengebliebene Provisionsauszahlungen vorgezogen werden, zeigt, wie chaotisch in der Führungsetage von Banners Broker scheinbar gearbeitet wird.

Aber es geht weiter. Am 31. Mai gab Chris Smith dann bekannt, dass aufgrund von Fehlern in den genannten Excel-Dateien und daraus resultierenden Funktionsfehlern im System die Auszahlung der Provisionen erst verspätet erfolgen kann. Der Fehler solle aber schnellstmöglich behoben werden. Eine Woche später am 07. Juni beschwichtigte Chris Smith erneut, denn das Problem mit ausgezahlten Provisionen bestand weiterhin. „Wenn Sie Ihre Provisionen nach dem ersten Durchgang noch nicht erhalten haben, dann sind Sie definitiv im zweiten Durchgang dabei. Payza ist quasi fast bereit. Ich möchte keine exakte Daten geben, aber Sie werden Ihr Geld bald erhalten.“ Hinhaltetaktik?

Wiederum eine Woche später dürften einige Partner recht überrascht gewesen sein, denn Banners Broker hatte kurzerhand das Provisionssystem umgestellt. Chris Smith sprach nun von einem Punktesystem, wodurch ältere Auszahlungen eine höhere Priorität erhalten sollten – neuere dagegen eine niedrigere. Im Klartext bedeutete das, dass sich die Partner nun erneut in Geduld fassen mussten, denn Banners Broker gab zu verstehen, dass der Auszahlungsprozess nun neu aufgerollt werden müsste, um bald wieder auf Stand zu kommen.

Am 21. Juni klang es ganz ähnlich. Wieder wurden die Partner um Geduld gebeten. „Wir wollten Payza schon letztes Wochenende verfügbar machen, aber dafür musste es wirklich fehlerfrei funktionieren. Wenn wir es nicht heute verfügbar machen können, dann das kommende Wochenende. Ich werde das zu meiner ganz persönlichen Priorität machen. Unser neues Punktesystem funktioniert auf Basis der Auszahlungstermine, deshalb wird nicht jeder Partner sofort seine Provisionen erhalten können. Es werden aber alle Provisionen im Laufe der Zeit ausgezahlt, bitte haben Sie Geduld.“

Da Banners Broker das Problem aber auch in den nun folgenden vier Wochen offenbart nicht lösen konnte oder wollte, wandte sich Chris Smith am 19. Juli 2013 erneut an die Partner des Unternehmens: „Wir haben gute Nachrichten, denn wir haben eine neue Lösung für das Problem (der Auszahlungen) erarbeitet. Es handelt sich dabei um einen relativ langen Prozess, in dem wir aber gute Fortschritte machen und bald fertig sein werden. Die Auszahlungen werden also demnächst stattfinden und diejenigen, die ihre Provisionen bereits erhalten haben, möchten das bitte weitersagen. Wir haben keinen fixen Termin für die Provisionsauszahlungen gesetzt, aber sie werden ausgezahlt. Die Auszahlungen basieren weiterhin auf dem Punktesystem nach Datum, deshalb werden Sie zunächst eine Auszahlung erhalten, dann erhalten andere Partner ihre, und schließlich erhalten Sie die zweite Auszahlung usw. Das alles basiert, wie gesagt, auf einem Punktesystem.“ Dies war an sich nichts Neues – es wurde weiter Geduld erbeten. Was dann aber folgte, sorgte für große Augen und offene Münder – leider nicht im positiven Sinne: „Viele haben Ideen beigesteuert, wie wir Banners Broker wieder in Form bringen können. Einige haben ein Auszahlungsmaximum von 1.000 US-Dollar vorgeschlagen. Andere befürworten einen klaren Schnitt und einen Neustart. Unsere Partner im Feld wissen am besten, was funktionieren kann und was nicht.“

Eine Auflistung von mehr als abenteuerlichen Erklärungen, Beschwichtigungen, Ausflüchten und zuletzt beunruhigenden Ankündigungen. Unterm Strich bedeutet die verspätete Auszahlung von Provisionen immer, dass ein Unternehmen nicht liquide ist. Und das ist in der Regel die Vorstufe des Bankrotts. Im Falle von Banners Broker ist dies der aktuellste und deutlichste Hinweis darauf, dass es sich wohl doch um ein Schneeballsystem handelt, das kurz vor dem Kollaps steht. Wenn nicht mehr ausreichend neue Partner gewonnen werden können, die ins System einzahlen, können ältere Partner nicht mehr ausbezahlt werden.

Welche Möglichkeiten aber haben diejenigen, die bereits Geld investiert haben? Gibt es die Chance, dass sie ihre Investitionen zurückerhalten? Mittlerweile gibt es eine eigens dafür eingerichtete Facebook-Seite (https://www.facebook.com/BBFightback), auf der sich Partner austauschen und zusammenschließen können.

Ein bisher recht vielversprechendes Vorgehen hat eine Gruppe britischer Partner erfolgreich umsetzen können. Nach deren Aussagen genügte es, Banners Broker ein Gerichtsverfahren am Ontario Small Claims Court anzudrohen. Daraufhin ergingen von der Rechtsabteilung des Unternehmens mehrere Briefe, die aber – da die britischen Partner ihre Position behaupteten – zu guter Letzt wenigstens zur Erstattung der Anfangsinvestitionen führten. Scheinbar will Banners Broker jede Berührung mit der Justiz vermeiden – man mag sich fragen, warum.

Es wird in diesem Rahmen dringend davon abgeraten, sich mit dem Support Team von Banners Broker in Verbindung zu setzen, denn hier werden Gebühren für jede gestellte Frage berechnet. Wieder ein Indiz für eine dubiose Geschäftspraktik, denn bei welchem seriösen Unternehmen haben Sie schon einmal pro Frage an den Kundenservice bezahlen müssen?

Was bleibt?

Die Entwicklungen der letzten sechs Monate sprechen eine deutliche und unmissverständliche Sprache. Banners Broker ist in akute Schieflage geraten und der seit Beginn vorhandene Verdacht, das Unternehmen betreibe ein illegales Schneeballsystem, erhärtet sich mit jeder Äußerung aus der Führungsetage von Banners Broker.

In den AGB scheint für den Ernstfall bereits vorgesorgt zu sein. Dort heißt es: „Im Falle der Unternehmensschließung, behält sich das Unternehmen das Recht vor, das geistige Eigentum, die Programmiercodes und die Datensätze der Partner nach eigenem Gutdünken zu verkaufen oder weiterzugeben.“ Bedeutet dies am Ende, dass Partner um ihre Provisionen gebracht werden und ihre Daten dazu noch verkauft werden, um Banners Broker einen finanziell befriedigenden Abgang zu verschaffen?

Ob Banners Broker die Umkehr schafft und das Geschäftsmodell auf ein solides Fundament stellen kann, wird sich zeigen – auch wenn die Aussichten derzeit nicht allzu optimistisch sind.

http://www.obtainer-online.com/news/de/banners-broker-game-over-5208e3ca1731a.html

Kommentare:

bernd hat gesagt…

Das erklärt auch warum mir seit längerem keine BB-Werbung mehr ins Haus flattert :-)

www.pöggstall.info hat gesagt…

habe leider viel geld drin...weg !!!!
danke für deine info
lg
martin

Anonym hat gesagt…

Banners Broker zieht sich aus Irland zurück. Es ist fraglich, ob die ca. 10.000 Partner ihre Gelder zurück erhalten, so berichtet der Obtainer.

Peter hat gesagt…

Danke für den Artikel, sehr interessant und gut zu wissen was da passiert !

Thorsten Cordes hat gesagt…

BB will never die! Hier könnt ihr euch sogar kostenlos registrieren: www.money76.de

The sniper hat gesagt…

ZITAT @ Thorsten Cordes:

"Ich habe mich zum Start sofort für das schwarze Ultimate Paket entschieden. Es kostet $ 3655"

So habe ich doch schon eine Begründung für Deinen Zweckoptimismus gefunden. Leider ist es aus der Ferne nicht möglich, Deinen Geisteszustand zu überprüfen. Aber eines ist sicher: Die Abzocker dieser Welt warten händeringend auf Gestalten wie Dich, die sich ausnehmen lassen wie eine Weihnachtsgans.

Und von mir erwarte kein Mitleid, wenn am Tage X, der kommen wird, Dein finanzieller Einsatz schneller verschwunden ist wie das Wasser aus meiner Toilette, wenn ich die Spültaste betätige.

Ralf Schuetz hat gesagt…

Bannersbrocker sind Betrüger, besonders Chris Smith, seit einem dreiviertel Jahr verspricht er Auszahlungen.... nichts und niemand. Aber Version 3 soll auf den Markt kommen, dafür hat er Geld.
Habe im Februar 2013 damit angefangen bis heute nicht einen Cent zurück bekommen alle Anträge auf Auszahlung in Pending!! Seit 6 Monaten. Fuc Betrüger hoffentlich ersticken die daran.

Anonym hat gesagt…

hallo leute!
könntet ihr mir sagen,wie man das geld oder wie lange es dauern würde bis der gewinn ausgezahlt wird?
ich habe für mich und meine Frau das rote Paket für 1225$ gekauft und es ist schon über einem Jahr,ich habe das geld zum Auszahlen angemeldet und zwar schon über monate,aber es tut sich nichts ausser pending stand da.
danke

uwe nolte hat gesagt…

ich glaube bannersbroker wird sich selber ausnocken und die erfinder werden im luxus leben

uwe nolte hat gesagt…

das ganze geld was man reingesteckt hat hätte man auch verbrennen können käme aufs gleiche raus

uwe nolte hat gesagt…

keine ahnung warscheinlich nicht mit 3.0 könnte der ärger erst richtig beginnen.

The sniper hat gesagt…

@uwe nolte

Nun, es gibt Menschen (mit ausgeprägter Zockermentalität), die empfehlen heute (als sog. "Nachfolger" von Bannersbroker) Bank on Traffic. So nach dem Motto: Es muß doch noch irgendwo ein Portal geben, wo ich mein Geld auch in Zukunft sinnlos verbrennen kann.

Was ich jetzt als Link anbiete, gilt keineswegs als Empfehlung von mir!

http://www.infoonlinemarketing.eu/html/german.html

Die Betreiber des Portals (Vater und Tochter) würde ich persönlich nur mit Asbesthandschuhen begrüßen.

The sniper hat gesagt…

Sorry,

natürlich muß auch diese Abzocke auf Facebook verbreitet werden. Asche auf mein Haupt, daß ich den Link übersehen habe:

https://www.facebook.com/infoonlinemarketing?ref=profile

http://www.infoonlinemarketing.eu/html/german.html

Anonym hat gesagt…

jemand war vor eine jahr schon sauer auf mich,weil ich im internet geschrieben habe,dass banersbroker nicht auszahlt.
was ich unverschämt finde,dass er
immer noch bannersborker verteidigt.

Ricardo hat gesagt…

Zitat: "jemand war vor eine jahr schon sauer auf mich,weil ich im internet geschrieben habe,dass banersbroker nicht auszahlt."

Das ist der Preis, den man dafür bezahlt, wenn man andere vor Schaden bewahren will.
Mit ihrer Frust und voller Verzweiflung, das sie wieder einmal Geld verloren haben, wendet sich ihr Augenmerk auf den Kritiker. Das kann sogar so weit gehen, das die Kritiker als die Schuldigen genannt werden für die Pleite des Unternehmens.

Und prompt folgen Empfehlungen für das nächste Programm, das sich über kurz oder lang zum gleichen Scam entwickelt.

Anonym hat gesagt…

Thorsten Cordes hat gesagt...

"BB will never die! Hier könnt ihr euch sogar kostenlos registrieren: www.money76.de

25. September 2013 09:11"


Tja, mein lieber Thorsten Cordes, da hast Du Dein Maul vor einem Jahr doch arg weit aufgerissen, oder? Deine Domain www.money76.de existiert nicht mehr - und Deine zahlreich eingestellten Videos auf Google+ melden auch nur noch, daß keine Videos mehr vorhanden sind.

Wie war das noch? BB will never die?

Traumtänzer! Hoffentlich hast Du viel Geld verloren dort, es geschähe Dir nur recht!

Anonym hat gesagt…

ZITAT: "Anonym hat gesagt...

jemand war vor eine jahr schon sauer auf mich,weil ich im internet geschrieben habe,dass banersbroker nicht auszahlt.
was ich unverschämt finde,dass er
immer noch bannersborker verteidigt.

29. August 2014 05:49" ENDE ZITAT

@Anonym

Hat dieser "jemand" denn keinen Namen? Ich denke, jeder User und Leser auf diesem Portal wäre Dir dankbar dafür, wenn Du diesen Abzocker-Gehilfen auch namentlich benennst, damit man in Zukunft vor ihm gewarnt ist!