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Montag, 17. Juni 2013

Die neueste Abzocke von Niels Magersuppe aus Offenburg: www.make-money2013.com

Das VorstrafenSündenregister von dem gewerbsmäßigen Abzocker Niels Magersuppe paßt locker auf eine Rolle Toilettenpapier - müssen aber schon 400 Blatt sein, sonst könnte es eng werden.

Dieses Mail hat mich mal wieder auf den Halodri aufmerksam gemacht:

ICH HABE BEREITS NACH 3 TAGEN 3 AUSZAHLUNGEN ERHALTEN.


Neu gestartet und einfach nur GUT !


Endlich ein einfaches Konzept das jeder kann!

Offizieller Start am 08.06.2013 - 12 Uhr MEZ


Garantierter Verdienst von mindestens 10.750 Euro or ~14.215 USD !

Ohne Sponsoring möglich !

Ohne verkaufen zu müssen !

Alle Provisionen werden am folgenden Werktag direkt ausbezahlt!



Diese E-Mail wurde von unserem MeinSuperJob-Mitglied Juergen Schaefer UserId 188 versendet.

Irgendwann habe ich einmal gelernt, um Erträge zu erzielen, sei eine WERTSCHÖPFUNG notwendig. In Offenburg scheint das allerdings nicht der Fall zu sein, denn ein
- garantierter Verdienst von mindestens 10.750 Euro
fällt andernorts ja nie irgendwo vom Himmel - und wenn man keine neuen Mitspieler keulen muß, auch der Verkauf als lästige Pflicht von niemandem verlangt wird, dann muß dieses "Angebot" doch direkt aus dem PARADIES stammen, oder? Offenburg = Paradies? 

Was muß man denn nun tun, um ganz schnell ganz reich zu werden? Oh, das ist very simpel:
Starten Sie jetzt !
Sichern Sie sich den Vorteilspreis von nur 297,50 Euro inkl. Mwst. oder ~393 USD
Der Vorteilspreis gilt für die ersten 1.000 Partner bzw. bis 15.Juli 2013 !
Für läppische 300 Euronen erhält man ein Software-Paket, auf der Website beschrieben, und danach muß man nur noch eine Pipeline von Offenburg zum heimischen Wohnsitz bauen, in der das Geld - vollautomatisch natürlich - zu fließen beginnt.

Niels Magersuppe versucht zwar, mit einem Fake-Namen im Impressum von sich abzulenken, aber der Schuß ging schon vor längerer Zeit nach hinten los und erwies sich als plumpe Fälschung - hier im Impressum dokumentiert:
Verwaltungssitz:
GBC24Direct UG (haftungsbeschränkt)Albert-Einstein-Str. 2 B77656 Offenburg-Zunsweier
vertreten durch den geschäftsführenden Gesellschafter Malte N. Wunsch und den Prokuristen J. SchäferE-Mail: service@gbc24direct.de
USt-ID-Nr.: DE284217262Steuer-Nr
.: 14/018/60505
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Freiburg i. Br. - Handelsregisternummer HRB 708616 
Die GBC24Direct UG verfügt über sagenhafte 100 Euro Stammkapital und wird, lt. Handelsregister, betrieben von einem 
Geschäftsführer: Magersuppe, Niels Malte, Offenburg, *16.02.1976
Was lernen wir also daraus? Der Name von Niels Malte Magersuppe ist so verbrannt, daß er heute mit dem Kunstnamen Malte Niels Wunsch auf Abzocketour geht. (Das ist übrigens auch an anderen Stellen im Internet bereits entdeckt und publiziert worden!)

Und so wundert sich der anfangs irritierte Betrachter auch gar nicht mehr, als er sieht, daß nicht Malte Niels Wunsch der Domain-Eigner ist, sondern Niels Malte Magersuppe:


owner-organization: G.B.C. Premium Business Applications GmbH
owner-name: Niels Magersuppe
owner-street: Buehlensteinstr. 5
owner-city: Offenburg
owner-state: 
owner-zip: 77654
owner-country: DE
owner-phone: +49.78120551208
owner-fax: +49.78120551208
owner-email:
 

Regelrecht schwindelig wird mir auch, wenn ich sehe, was der schon alles an "Projekten" an den Start gebracht hat. (Aber offensichtlich nie zum Erfolg, denn die meisten Domains sind up and away, so gut wie unauffindbar, wenn man sie nicht zufällig im Web-Archiv erfaßt hat.) Selbst momentan scheint er aus 26 Töpfen gleichzeitig zu löffeln, wenn ich lese:
"G.B.C. Premium Business Applications GmbH" owns about26 other domains
Aber selbst das relativiert er, wenn er auf XING verkündet:
Hinfallen ist keine Schande.  Nur Liegenbleiben ist verachtenswert. Deshalb ist eine stolz getragene Niederlage auch immer ein Sieg. Den durch Demütigungen habe ich mehr gelernt als durch alle Siege. Der Misserfolg ist auch die Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen. 
Alles Gelingen hat sein Geheimnis, alles Misslingen seine Gründe.  
Man kann ja nach dieser Devise leben, Herr Magersuppe, jeder hat da seine eigenen Vorstellungen. Wenn Sie aber Geld für irgendwelche Himmelfahrts-Projekte einsammeln, dann geschickt hinfallen, das Geld aber behalten, hört der Spaß jedoch auf! 

Der einzelne Networker, dem Sie Himmel und Hölle zugleich versprochen haben, zusätzlich immensen Reichtum (fast) ohne Arbeit, hat nichts davon, wenn Sie ihre zahlreichen Niederlagen mit Stolz getragen haben! Konkret: Leben Sie Ihr Leben, speziell das finanzielle, nicht zu Lasten derjenigen, die Ihnen mal vertraut haben! Nie sehr lange, aber das dürfte an ihrem eher miesen Charakter liegen.


 Niels Magersuppe, Multi-TalentAbzocker
Ich nehme übrigens ab sofort Wetten an, wann dieser neue Offenburger Luftballon platzt wie alle seine Vorgänger. Vorsichtshalber habe ich mal notiert, wann der Luftballon Magersuppe's Schreibtisch verlassen hat:
 created-date: 2013-04-03 15:44:08 
Bei aller berechtigter Kritik - eines muß man ihm lassen: Er ist bienenfleißig, wenn es darum geht, seine (unwillkommenen) Spuren im Internet zu hinterlassen! Während der normale Erdenbürger nach dem morgendlichen Aufstehen zur Kaffeemaschine eilt, um sich mit braunem Gesöff zur versorgen, sitzt Niels Magersuppe schon an seinem PC und sinniert, mit welcher neuen üblen Masche er via neuer Website das leichtgläubige Internet-Publikum bescheixxen könnte.

Hier nur mal das Ergebnis einer ganz spontanen Suche, die aber mit Sicherheit nicht alles das umfaßt, was Magersuppe schon verbrochen hat:
http://www.magersuppe-niels.de/
http://www.diamond-team-germany.de/
http://www.offenes-presseportal.de/bildung_karriere/insider-infos_exklusiv_-_das_mysterium_des_erfolgs8207_73005.htm
http://pm-offenburg-hunderttausendeuro.de/index.php?site=Impressum
http://gooluxsuccess.ning.com/profile/NielsMagersuppe
http://www.cashstream.erfolgsgeheimniss.de
http://www.pm-offenburg.de
http://lr-beauty.blogspot.com/2009_07_01_archive.html
http://www.vocuzz.com/Anzeigen/214/Einm ... ei+sein%21
http://www.network-flatrate.de/
http://web.archive.org/web/20080606225337/http://www.network-flatrate.de/
http://www.erfolgsgeheimniss.de/
http://www.global-team-germany.de/impressum.html
http://www.relaxbizz.handygeld24.de/Downloads.php
http://lr-beauty.blogspot.com/2009_07_01_archive.html
http://www.netbizzer-network.com/profile/SinadinoskaTanja
http://feelgood.magix.net/website#0
http://twitter.com/magersuppeniels
http://www.netbizzer-network.com/profile/MagersuppeNiels
http://bit.ly/noQe0L
http://gbc24direct.com/impressum_contact_details.htm
http://gbc24direct.com/Testimonial.htm
http://gbc24direct.com/earning_potential.htm
http://gbc24gold.com/agb.htm
http://snalci.gbc24direct.com/
Es versteht sich von selbst, daß diese Aufstellung etliche Leichen mitgezählt hat; es war mir zu mühsam, alle Links daraufhin auszutesten, ob sie noch existent sind. Noch viel mühsamer wäre es allerdings gewesen, ALLE alten Magersuppe-Websites zu suchen, die jemals das Licht der Internet-Welt erblickt haben.

Bei der Suche bin ich übrigens über eine Magersuppe-Formulierung gestolpert, die mich fast vom Stuhl gehauen hätte. Schon in der Vergangenheit bot Magersuppe an:
Mit einzigartiger 159 % Geld zurück Garantie ! 
Ich meine: http://www.make-money2013.com wird, daran gibt es keinen Zweifel, in kürzester Zeit megaerfolgreich werden und das Internet umkrempeln! Aber könnte man die erste Million mit der Billigst-Software nicht noch schneller erzielen, wenn man die 159 % Geld-zurück-Garantie noch einmal wiederbeleben würde?


Samstag, 30. März 2013

Gewerbsmäßiger Betrug: Staatsanwaltschaft klagt Ex-Teldafax-Vorstände an

Die Staatsanwaltschaft Bonn hat wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Insolvenzverschleppung Anklage gegen die drei Ex-Vorstandschefs des insolventen Billigstromanbieters Teldafax erhoben - ihnen drohen hohe Haftstrafen. Das Insolvenzverfahren gilt als das größte der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Teldafax-Zentrale in Troisdorf: Anklage wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung

Das Insolvenzverfahren gegen den zusammengebrochenen Billigstromanbieter Teldafax gilt - gemessen an der Zahl der bis zu 700.000 Gläubiger - als das größte der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Den früheren Verantwortlichen drohen jetzt hohe Haftstrafen. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat Anklage gegen die Ex-Vorstandschefs Michael Josten, Klaus Bath und Gernot Koch erhoben, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Die Staatsanwaltschaft bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatt".

 Den beiden Ex-Vorstandschefs Klaus Bath und Gernot Koch sowie Firmengründer Michael Josten werde Insolvenzverschleppung und gewerbsmäßiger Betrug in 241 Fällen vorgeworfen, hieß es. Die Teldafax Holding war nach den Erkenntnissen der Ermittler spätestens Mitte 2009 zahlungsunfähig und überschuldet. Der Energiediscounter hatte aber erst im Juni 2011 Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Im September desselben Jahres wurde vom Amtsgericht Bonn das Insolvenzverfahren eröffnet.

Josten war Vorstandsvorsitzender von 2004 bis 2007, Bath Vorstandsvorsitzender von 2007 bis 2011 und Koch Vorstandsvorsitzender in den letzten drei Wochen vor dem Insolvenzantrag im Juni 2011. Zu Details wollte sich die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern, es seien weitere Verfahren möglich, schreibt das "Handelsblatt". Kenner des Verfahrens rechnen dem Bericht zufolge mit Haftstrafen von fünf bis zehn Jahren.

Der Insolvenzverwalter Biner Bähr fand bei seiner Ankunft Berge ungeöffneter Post. Das Callcenter war zusammengebrochen, die massenhaften Beschwerden und Mahnungen türmten sich in den Fluren, schreibt die Zeitung. Täglich seien laut Bähr 20 bis 40 Postkisten hinzugekommen.

Für die Verantwortlichen des Chaos wird es nun eng. Die Staatsanwaltschaft kann ihre Anklage auf Beweise stützen. In internen Unterlagen stellten die Beschuldigten bereits zwei Jahre vor dem Crash die Überschuldung des Unternehmens fest. Das Handelsblatt zitiert aus einem Brief des Teldafax-Vorstands vom 9. Juli 2009 an den Aufsichtsrat: "In der Kalenderwoche 25 wurde der Tatbestand der Zahlungsunfähigkeit festgestellt." Statt aber Insolvenz zu beantragen, hielt der Vorstand die Firma noch zwei Jahre in Gang.

Orig. Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/staatsanwaltschaft-klagt-ex-teldafax-vorstaende-wegen-betrugs-an-a-883577.html

Einer unserer älterer Artikel von vergangenem Jahr >>> Rechtsstreit um Teldafax-Insolvenz: "Wir haben genug Beweise"

Dienstag, 13. Dezember 2011

Landgericht Erfurt - Lange Haftstrafe für Internet-Betrug

Wegen Internet-Betrugs muss ein 29-jähriger Mann für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Erfurt verurteilte den Mann am Montag wegen gewerbsmäßigen Betrugs.

Dabei werteten die Richter das Geständnis des Angeklagten als strafmildernd. Der Mann hatte im Prozess eingeräumt, zwischen November 2009 und Januar 2010 insgesamt 672 Kunden geprellt zu haben. Er habe im Internet einen Online-Shop eingerichtet und gegen Vorkasse Elektroartikel angeboten, ohne jemals welche zu besitzen. Insgesamt habe er so 172.000 Euro eingenommen. Sein Ziel sei es gewesen, schnelles Geld im Weihnachtsgeschäft zu machen und sich dann ins Ausland abzusetzen. Der Angeklagte war im Juli 2010 in Rumänien verhaftet worden.

http://www.mdr.de/thueringen/internetbetrug108_zc-16f21569_zs-e86155ec.html

Montag, 7. Februar 2011

Haftbefehle gegen Abofallenbetreiber

Erst kürzlich hat das Oberlandesgericht Frankfurt Abofallen als gewerbsmäßigen Betrug eingestuft und Anklagen gegen Betreiber zugelassen. Nun zieht die Hamburger Justiz auf geradezu spektakuläre Weise nach: Heute wurden zwei Männer verhaftet, die in großem Stil Abofallen aufgestellt haben sollen. Das Amtsgericht erließ gegen die Männer am Abend Haftbefehle. Die Beschuldigten sollen mindestens fünf Millionen Euro eingenommen haben.

Hauptseite der Unternehmer soll “online-downloaden.de” gewesen sein. Über das Angeobt finden sich zahlreiche Warnungen im Netz (Beispiel).

Seit Mitte 2009 erstatteten mehrere tausend Geschädigte in Deutschland Strafanzeigen gegen die Betreiber. Sie hatten Rechnungen von 60 bis 80 Euro für angeblich von ihnen abgeschlossene Abos erhalten. Anschließend meldeten sich Inkassobüros, welche die vermeintlichen Forderungen auf teilweise rüde Art und Weise einforderten.

Hinter den Abofallen steckte nach Erkenntnissen der Polizei ein Geflecht aus neun arbeitsteilig agierenden Unternehmen. Die Firmen saßen in Hamburg und Lüneburg (Niedersachsen). Auf den Internetseiten wurden Programme angeboten, die an sich kostenfrei erhältlich sind (Free- und Shareware). Typisches Beispiel ist der Firefox-Browser gewesen. Hersteller Mozilla hat gegen Abofallen auch schon erfolgreich geklagt.

Weil die Verdächtigen keine Genehmigung für den Weitervertrieb hatten, ermittelt die Staatsanwaltschaft auch wegen des Verdachts der Urheberrechtsverletzung.

Den Schwerpunkt der Ermittlungen macht jedoch der Betrugsvorwurf aus. Die weitaus meisten Anzeigenerstatter haben nach Polizeiangaben beteuert, auf den Downloadseiten sei kein Kostenhinweis gewesen. Andere gaben an, der Hinweis sei so versteckt gewesen, dass er offenbar absichtlich verschleiert wurde. Die Betreiber haben möglicherweise zu einem in der Branche beliebten Kniff gegriffen: Die Startseite selbst wies die Kostenpflicht auffällig aus. Wer jedoch über externe Links auf die Domain kam, bekam eine andere Startseite angezeigt, auf der kein Hinweis enthalten war. Nach Angaben der Polizei dauern die Ermittlungen in diesen und anderen Punkten noch an.

Die bisherigen Recherchen des Landeskriminalamtes führten auf die Spur eines 27-jährigen Lüneburgers, der zusammen mit dem 30-jährigen weiteren Hauptbeschuldigten sechs Strohleute als Geschäftsführer eingesetzt haben soll. Um die strafrechtlichen und zivilrechtlichen Ansprüche zu erschweren, wurden die Firmen, Konten und Büroräume nach Erkenntnissen der Polizei bereits nach kurzer Zeit jeweils wieder geschlossen und an anderer Stelle neu eröffnet.

Die Polizei geht derzeit von mindestens 65.000 Geschädigten aus. Sie sollen insgesamt mehr als fünf Millionen Euro an die Firma überwiesen haben.

Orig. Quelle: http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/02/07/haftbefehle-gegen-abofallenbetreiber