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Montag, 23. September 2013
Basel BS - Vorsicht bei Stellenangeboten von „Finanzagenten“
Seit einigen Tagen muss sich die Staatsanwaltschaft mit einer Betrugsmasche von Internetkriminellen befassen, bei welcher diese versuchen, arglose Personen anzuwerben, die im Nebenjob Geldtransfers durchführen sollen. Mit der Überschrift „Profitabler Nebenjob“ verspricht die Anzeige ein hohes Zusatzeinkommen in kürzester Zeit mit einem geringen Zeitaufwand. Die Betrüger bedienen sich der Identität real existierender, seriöser Schweizer Immobilienunternehmen.
Vorgehen der Täter:
Diese überweisen zunächst eine Geldsumme von mehreren tausend Franken auf das Konto des Nebenjobnutzers. Dieser soll das Geld abheben und dieses – nach Abzug einer Entlohnung – über ein Geldtransferinstitut auf ein Auslandskonto überweisen. Ziel der unbekannten Betrüger ist dabei, Gelder, die unter anderem im Rahmen von Betrugshandlungen beim Onlinebanking erlangt wurden, zu waschen bzw. den Geldfluss zu verschleiern. Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden sollen dadurch behindert bzw. verunmöglicht werden.
Die Staatsanwaltschaft warnt auf solche Angebote einzugehen. Der scheinbar lukrative Nebenjob kann sich sehr schnell als Tätigkeit mit strafrechtlichen Folgen und finanziellen Einbußen herausstellen. Wer auf solche Angebote eingeht, macht sich unter Umständen wegen Geldwäscherei strafbar.
Quelle: kapoBS
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Samstag, 17. August 2013
300000 Euro Schaden - Polizei und Staatsanwaltschaft Göttingen verhaften drei mutmaßliche Internet-Betrüger
Die Reise des Göttinger Staatsanwaltes in den sonnigen Süden war diesmal
dienstlich. In Spanien traf er sich mit Polizeibeamten der Zentralen
Kriminalinspektion (ZKI) der Direktion Göttingen, um einen dort lebenden
Deutschen zu verhaften. Zeitgleich klickten die Handschellen im
westlichen Nordrhein-Westfalen.
Northeim/Göttingen. Drei mutmaßlichen Internet-Betrügern wurde so das Handwerk gelegt. Sie sollen rund 1200 Käufer zur Vorkasse gebeten, dabei rund 300 000 Euro ergaunert und die bestellte Ware nicht geliefert haben.
Die Aktion war einer der vorerst größten, aber arbeitsreichsten Erfolge der Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Internetkriminalität, die seit Anfang 2012 mit drei Staatsanwälten in Göttingen angesiedelt ist. Zusammen mit der in Hildesheim ansässigen ZKI klären die spezialisierten Strafverfolger Gaunereien im weltweiten Netz auf.
Strafanzeige gegen Northeimer Internethändler liefert die Spur
Auslöser war diesmal eine Strafanzeige gegen Internethändler aus Northeim. Der Mann war angezeigt worden, weil angeblich bei ihm Waren bestellt und diese nicht geliefert worden seien. Bald stellte sich heraus, dass der Unternehmer unschuldig ist und Opfer von Computerhackern geworden war, die sich unbemerkt seines Onlineshops bemächtigt hatten. Als die Beamten darauf stießen, dass die Gauner nicht nur diesen, sondern eine ganze Reihe von Internetshops betrieben, setzte die Polizeidirektion ihre ZKI mit dem Fachkommissariat Internetkriminalität auf die Spur. In akribischer Kleinarbeit, so Polizei und Staatsanwaltschaft, sei dann eine Vielzahl von Daten ausgewertet worden. Sinniger Name der Ermittlungsgruppe: „AK Bohne“ – eine Anspielung darauf, dass überwiegend Kaffeeautomaten im Angebot der Betrüger waren.
Mindestens 35 Shops
Das Ergebnis führte zu drei Haftbefehlen des Amtsgerichts Göttingen. Demnach haben ein seit langem in Spanien lebender Deutscher sowie zwei Männer aus dem Rheinland mindestens 35 verschiedene Shops betrieben, in denen hochwertige Kaffeevollautomaten und Elektronikartikel zu scheinbar konkurrenzlosen Preisen angeboten wurden. Dem Tageblatt liegt eine Liste mit 46 Online-Shops vor, von denen aus die Gauner tätig waren. Das reicht von A wie „alek-trade.com“ bis V wie „voltmer-discountshop.com“. Darunter sind auch schöne Namen wie „restpostenwelt2000.com“ oder „einkaufen-leichtgemacht.com“. Vor vielen der Shops wird seit langem auf einschlägigen Verbraucherschutz-Seiten gewarnt, weil sie im Verdacht der Internet-Abzocke stehen.
In den bisher ermittelten 35 Shops, die den Verhafteten zugerechnet werden, sind nach bisherigen Erkenntnissen 1194 Geschäfte abgewickelt worden. Immer überwiesen die Kunden im Voraus, weil jeweils darauf bestanden wurde, bei einer Erstbestellung lediglich Vorkasse zu akzeptieren. Darauf wurden die Preise, oft mehrere hundert Euro, überwiesen, die Lieferungen hingegen blieben aus. In keinem einzigen Fall seit Mitte 2011, so teilt die Staatsanwaltschaft mit, sei geliefert worden. Der Gesamtwert der bestellten und bezahlten Ware belaufe sich auf rund 300 000 Euro.
Umfangreiches Beweismaterial
Bei der Verhaftung der drei Verdächtigen wurde umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt. Dieses werde nunmehr ausgewertet. Grundlage der Ermittlungen und Verhaftung in Spanien sei internationale Rechtshilfe gewesen, teilt Presse-Oberstaatsanwalt Frank-Michael Laue mit.
- http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Polizei-und-Staatsanwaltschaft-Goettingen-verhaften-drei-mutmassliche-Internet-Betrueger
- Liste der Online-Shops, von denen aus Betrug stattgefunden haben soll
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| © Polizei |
Northeim/Göttingen. Drei mutmaßlichen Internet-Betrügern wurde so das Handwerk gelegt. Sie sollen rund 1200 Käufer zur Vorkasse gebeten, dabei rund 300 000 Euro ergaunert und die bestellte Ware nicht geliefert haben.
Die Aktion war einer der vorerst größten, aber arbeitsreichsten Erfolge der Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Internetkriminalität, die seit Anfang 2012 mit drei Staatsanwälten in Göttingen angesiedelt ist. Zusammen mit der in Hildesheim ansässigen ZKI klären die spezialisierten Strafverfolger Gaunereien im weltweiten Netz auf.
Strafanzeige gegen Northeimer Internethändler liefert die Spur
Auslöser war diesmal eine Strafanzeige gegen Internethändler aus Northeim. Der Mann war angezeigt worden, weil angeblich bei ihm Waren bestellt und diese nicht geliefert worden seien. Bald stellte sich heraus, dass der Unternehmer unschuldig ist und Opfer von Computerhackern geworden war, die sich unbemerkt seines Onlineshops bemächtigt hatten. Als die Beamten darauf stießen, dass die Gauner nicht nur diesen, sondern eine ganze Reihe von Internetshops betrieben, setzte die Polizeidirektion ihre ZKI mit dem Fachkommissariat Internetkriminalität auf die Spur. In akribischer Kleinarbeit, so Polizei und Staatsanwaltschaft, sei dann eine Vielzahl von Daten ausgewertet worden. Sinniger Name der Ermittlungsgruppe: „AK Bohne“ – eine Anspielung darauf, dass überwiegend Kaffeeautomaten im Angebot der Betrüger waren.
Mindestens 35 Shops
Das Ergebnis führte zu drei Haftbefehlen des Amtsgerichts Göttingen. Demnach haben ein seit langem in Spanien lebender Deutscher sowie zwei Männer aus dem Rheinland mindestens 35 verschiedene Shops betrieben, in denen hochwertige Kaffeevollautomaten und Elektronikartikel zu scheinbar konkurrenzlosen Preisen angeboten wurden. Dem Tageblatt liegt eine Liste mit 46 Online-Shops vor, von denen aus die Gauner tätig waren. Das reicht von A wie „alek-trade.com“ bis V wie „voltmer-discountshop.com“. Darunter sind auch schöne Namen wie „restpostenwelt2000.com“ oder „einkaufen-leichtgemacht.com“. Vor vielen der Shops wird seit langem auf einschlägigen Verbraucherschutz-Seiten gewarnt, weil sie im Verdacht der Internet-Abzocke stehen.
In den bisher ermittelten 35 Shops, die den Verhafteten zugerechnet werden, sind nach bisherigen Erkenntnissen 1194 Geschäfte abgewickelt worden. Immer überwiesen die Kunden im Voraus, weil jeweils darauf bestanden wurde, bei einer Erstbestellung lediglich Vorkasse zu akzeptieren. Darauf wurden die Preise, oft mehrere hundert Euro, überwiesen, die Lieferungen hingegen blieben aus. In keinem einzigen Fall seit Mitte 2011, so teilt die Staatsanwaltschaft mit, sei geliefert worden. Der Gesamtwert der bestellten und bezahlten Ware belaufe sich auf rund 300 000 Euro.
Umfangreiches Beweismaterial
Bei der Verhaftung der drei Verdächtigen wurde umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt. Dieses werde nunmehr ausgewertet. Grundlage der Ermittlungen und Verhaftung in Spanien sei internationale Rechtshilfe gewesen, teilt Presse-Oberstaatsanwalt Frank-Michael Laue mit.
- http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Polizei-und-Staatsanwaltschaft-Goettingen-verhaften-drei-mutmassliche-Internet-Betrueger
- Liste der Online-Shops, von denen aus Betrug stattgefunden haben soll
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