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Mittwoch, 23. Oktober 2013
Erneut raffinierte Betrugsversuche mit Gewinnspiel
Allein fünf Anrufer aus Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen und Sachsen meldeten sich in der letzten Woche beim Hauptzollamt Köln. Sie gaben an, vom Hauptzollamt Köln telefonisch benachrichtigt worden zu sein. Von Geldgewinnen bis zu 180.000 Euro bei Günther Jauch und in der Eurolotterie sei die Rede gewesen. In einem Fall müsse nur noch der Geldkoffer in Köln abgeholt werden. Vorher sollten die Angerufenen noch 800 Euro in die Türkei überweisen.
Die Anrufer verwendeten bei ihren Betrugsversuchen das sogenannte Call ID Spoofing. Bei dieser Methode erfolgt der Anruf unter einer für den Angerufenen vorgetäuschten Telefonnummer. Somit erscheint beim Angerufenen anstatt der Originaltelefonnummer des Anrufers eine frei ausgesuchte Telefonnummer.
Alle vermeintlichen Gewinner, die sich beim Hauptzollamt Köln meldeten, bestätigten, dass im Display ihres Telefons die Telefonnummer des Hauptzollamts erschien.
"Schon im August 2013 hatten wir die ersten Betrugsversuche, aber seit letzter Woche gehen täglich solche Anrufe bei uns ein. Die Zollverwaltung veranstaltet keine Gewinnspiele, fordert zu keinen Auslandsüberweisungen auf und es erfolgen niemals telefonische Zahlungsaufforderungen. Betroffene sollten direkt ihre zuständige Polizeidienststelle über den Betrugsversuch informieren", so Gerd Plinz, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.
>>> www.zoll.de
Freitag, 24. Mai 2013
Beschwerden über Almado Energy AG: Mahngebühr und Inkasso für Stromrechnung bzw. Stromabschlag durch DTMI
Strom-Discounter: Billig, aber undurchsichtig
Ärger mit Almado-Energy
Ein bisschen ist es wie mit dem Strom selbst: Er ist da, aber man kann ihn nicht sehen, kriegt ihn nicht zu fassen. So geht es manchen Kunden auch mit ihrem Stromanbieter. Was, wenn der bei Problemen nicht greifbar ist, Beschwerden ins Leere zu laufen scheinen?
Der Preis des Billigstroms
Strom-Discounter haben mit ihren Schnäppchenpreisen in den vergangenen Jahren viele Kunden für sich gewonnen. Denn wer im Internet nach einem neuen Anbieter sucht, stößt auf verlockende Angebote von Branchenneulingen, die den alteingesessenen Stromkonzernen die Stirn bieten. Geht der Schnäppchenpreis zu Lasten des Service?
Viele Beschwerden über Almado-Energy
Einer dieser Billiganbieter ist Almado-Energy mit Sitz in Köln. In Internetforen häufen sich die Klagen. Kunden bemängeln, dass der Stromanbieter bei Problemen kaum zu erreichen sei, auf Anfragen und Beschwerden gar nicht oder nur zögerlich reagiere. Auf der anderen Seite sei die Firma sehr schnell, wenn es darum gehe, Stromschulden durch ein Inkassobüro eintreiben zu lassen.
Verweigerter Bonus
Ein weiterer Vorwurf von Almado-Kunden: Die Firma ködere ihre Kunden mit einem Bonus, der nach einem Jahr gezahlt werden soll. Dann ziehe sie einseitig das Kündigungsdatum vor, so dass kein volles Jahr Strom geliefert werde und der Bonus nicht gezahlt werden müsse.
Firmensitz wirft Fragen auf
Die Kunden sind verunsichert. Bei Konflikten mit dem Stromanbieter geht es meist um Geld, da will man eine schnelle Lösung. Und sie stellen fest: Eigentlich weiß man als Verbraucher fast nichts über seinen Stromanbieter. Wo sitzt der eigentlich? Kann man vielleicht einfach hinfahren und das Problem aus der Welt schaffen? Unter der Geschäftsadresse von Almado-Energy findet sich ein Einkaufszentrum mit angeschlossenen Bürogebäuden im Kölner Stadtteil Weiden. Wir suchen eine Klingel oder ein Firmenschild mit einem Hinweis auf Almado-Energy. Doch ein Kundenzentrum entdecken wir nicht.
Rätselhafter Gemeinschaftsbriefkasten
Es findet sich nur ein Briefkasten, den die Firma sich anscheinend mit diversen anderen Unternehmen teilt: mit dem Stromanbieter Immergrün, der zu Almado gehört, aber auch mit einem Call-by-Call-Anbieter, mit einem Verlag und mit Rechtsanwälten. Insgesamt zählen wir elf Aufkleber auf dem Briefkasten. So stellt sich wohl kaum ein Stromkunde den Geschäftssitz seines Stromanbieters vor.
Nähe zum Inkassobüro
Ebenfalls auf dem Briefkasten zu finden ist das Inkassobüro „Deutsche Telemedien Inkasso“, DTMI, das für Almado Mahnungen verschickt. Wir schlagen die Firma im Handelsregister nach und stellen fest: Bis März 2012 war Almado-Geschäftsführer Antoine Werner Beinhoff auch Chef der Inkassofirma.
Viele Fragen, keine Antworten
Wir fragen nach: Wie erklärt die Firma die verweigerten Bonus-Zahlungen? Gibt es heute noch personelle Überschneidungen zwischen Stromanbieter und Inkassobüro? Wie viele Kunden hat der Stromanbieter eigentlich? Wie viele Mitarbeiter arbeiten dort? Wie ist der Kundenservice organisiert? Klingt nicht, als wären das geheime Informationen, aber das Unternehmen beantwortet keine der Fragen.
„Überflüssige Kostenpositionen“
Ein Interview mit der Geschäftsführung ist nicht möglich, weder vor der Kamera noch telefonisch. Die Kommunikation läuft ausschließlich über E-Mails.
Almado schreibt uns:
„Leider können wir Ihnen keinen gesonderten Ansprechpartner für Presseanfragen zur Seite stellen. Wir sind ein Discountanbieter und versuchen, auf überflüssige Kostenpositionen wo irgend möglich zu verzichten. Dieses Konzept erfährt bei unseren Kunden sehr viel positives Feedback. Bei den heutigen Strompreisen akzeptieren die Verbraucher gerne eine gegenüber Ihrem Grundversorger schlankere Servicequalität.“
Immerhin bietet die Firma an: „Gerne können Sie uns die Verbraucherbeschwerden an diese E-Mail-Adresse weiterleiten, damit wir diese prüfen und im Sinne des Verbrauchers lösen können.“
Mangelnde Transparenz des Strommarkts
Dass man als Stromkunde gut prüfen sollte, mit wem man sich einlässt, haben in der jüngsten Vergangenheit die Pleiten von Flexstrom und Teldafax gezeigt. Viele Verbraucher wünschen sich daher einen offiziellen Ansprechpartner, der Transparenz schafft: Eine Anlaufstelle, bei der Kunden Informationen über ihren Stromanbieter erhalten und nachvollziehen könnten, ob Klagen anderer Kunden über mögliche Qualitätsmängel bekannt sind. Doch eine solche Anlaufstelle gibt es nicht.
Bundesnetzagentur schweigt
Ein Stromanbieter, der Haushaltskunden beliefern will, muss sich zwar bei der Bundesnetzagentur in Bonn sein Unternehmen genehmigen lassen und Angaben zur Firmenstruktur machen. Doch die Bundesnetzagentur gibt diese Informationen nicht weiter.
Schlichtungsstelle Energie beruft sich auf Neutralität
Interessant wäre auch zu wissen, wie viele Beschwerden es über einen bestimmten Stromanbieter gibt. In Berlin sitzt die Schlichtungsstelle Energie. Dort laufen zwar viele Beschwerden von Stromkunden auf, doch die Schlichtungsstelle veröffentlicht nicht, welche Firmen besonders oft betroffen sind. Begründung: Sie will ihre Neutralität in Schlichtungsverfahren nicht gefährden.
Verbraucherschützer fordern „Energie-Marktwächter“
Verbraucherschützer wie Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW kritisieren die undurchsichtige Situation: „Das Modell der Verbraucherzentralen wäre ein Energie-Marktwächter, der Erkenntnisse von der Schlichtungsstelle Energie, der Bundesnetzagentur und den Verbraucherzentralen sammelt und so aufbereitet, dass so mehr Transparenz in den Markt kommt und Kunden dann wissen, mit wem sie es zu tun haben, auf welchen Anbieter sie sich verlassen können und von welchem Anbieter sie besser die Finger lassen.“
Geteiltes Leid im Internet
Anhaltspunkte bieten zurzeit nur Erfahrungen anderer Verbraucher. Es gibt verschiedene Internetforen, in denen man sich eine Meinung bilden kann, indem man die Berichte anderer Stromkunden liest. Beim Vergleichportal Verivox finden sich beispielsweise knapp 2.000 Kundenbewertungen zu Almado-Energy, auch auf der Plattform Reclabox veröffentlichen Kunden ihre Meinung. Bei der Frankfurter Rechtsanwaltskanzlei „Elixir“ sind so viele Anfragen zu Almado und zum Inkassobüro DTMI eingegangen, dass die Kanzlei ein eigenes Forum eingerichtet hat (siehe Links).
Was tun bei Problemen mit dem Stromanbieter?
Ist der Ärger einmal da, gilt:
Gegen vermeintlich ungerechtfertigte Forderungen sofort schriftlich Widerspruch einlegen und das Unternehmen auffordern, das Problem im Sinne des Verbrauchers zu lösen.
Konnte das Problem nach vier Wochen nicht aus der Welt geschafft werden, kann der Kunde die Schlichtungsstelle Energie anrufen. Diese ist dann laut Gesetz dazu angehalten, innerhalb von drei Monaten ein Schlichtungsverfahren abzuschließen. Das Unternehmen ist gesetzlich dazu verpflichtet, an dem Schlichtungsverfahren teilzunehmen (Energiewirtschaftsgesetz, Paragraf 111).
Augen auf bei der Anbieter- und Tarifwahl
Um Probleme mit Stromanbietern im Vorfeld zu vermeiden, warnen Verbraucherschützer vor folgenden, typischen Verbraucherfallen.
Vorkasse: Ein Jahr im Voraus zu zahlende Abschläge bergen das Risiko, mit leeren Händen dazustehen, falls der Anbieter Pleite geht. Besser Monatsbeiträge vereinbaren!
Bonus: Auch wer sich von einem Bonus ködern lässt, der erst am Jahresende gezahlt wird, geht im Falle einer Insolvenz leer aus. Ein weiterer Grund, sich so ein Angebot nicht schön zu rechnen: Ist man mit dem Anbieter so unzufrieden, dass man vor Jahresfrist wechseln möchte, entfällt der Bonus und die Konditionen sind auf den Monat gerechnet viel schlechter.
Auffällig niedrige Strompreise: Branchenkenner sagen, dass die Anbieter in Deutschland bei den Strompreisen eigentlich keinen großen Spielraum haben. Schließlich müssen alle die Energie erst einmal selbst einkaufen – zum Beispiel an der Strombörse in Leipzig oder bei einem Zwischenhändler. Bei Preisen unter 20 Cent pro Kilowattstunde sollte man hinterfragen, ob die Firma das lange durchhalten kann, ohne selbst Verluste zu machen, und ob eventuell schon nach kurzer Zeit Tariferhöhungen drohen.
>>> http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendungsbeitraege/2013/kw21/0521/00_stromdiscounter.jsp?ch=live
siehe auch > http://www.recht-hilfreich.de/inkasso-frankfurt/inkasso/beschwerden-uber-almado-energy-ag-mahngebuhr-und-inkasso-fur-stromrechnung-bzw-stromabschlag-durch-dtmi/
> http://www.verivox.de/erfahrungen/almado-energy-1-6773.aspx
> http://de.reclabox.com/beschwerde/49402-almado-energy-koeln-almado-energy-dtmi-inkasso
> http://forum.energienetz.de/index.php?topic=17628.30
> http://www.wiwo.de/unternehmen/energie/strom-riskantes-geschaeftsmodell/8090516-2.html
> http://stromforum.org/erfahrung-almado-energy-t924.html
> http://www.gutefrage.net/frage/betrugs-e-mail-von-almado-energy---wer-ist-noch-betroffen
Ärger mit Almado-Energy
Ein bisschen ist es wie mit dem Strom selbst: Er ist da, aber man kann ihn nicht sehen, kriegt ihn nicht zu fassen. So geht es manchen Kunden auch mit ihrem Stromanbieter. Was, wenn der bei Problemen nicht greifbar ist, Beschwerden ins Leere zu laufen scheinen?
Der Preis des Billigstroms
Strom-Discounter haben mit ihren Schnäppchenpreisen in den vergangenen Jahren viele Kunden für sich gewonnen. Denn wer im Internet nach einem neuen Anbieter sucht, stößt auf verlockende Angebote von Branchenneulingen, die den alteingesessenen Stromkonzernen die Stirn bieten. Geht der Schnäppchenpreis zu Lasten des Service?
Viele Beschwerden über Almado-Energy
Einer dieser Billiganbieter ist Almado-Energy mit Sitz in Köln. In Internetforen häufen sich die Klagen. Kunden bemängeln, dass der Stromanbieter bei Problemen kaum zu erreichen sei, auf Anfragen und Beschwerden gar nicht oder nur zögerlich reagiere. Auf der anderen Seite sei die Firma sehr schnell, wenn es darum gehe, Stromschulden durch ein Inkassobüro eintreiben zu lassen.
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Im Internet findet man immer wieder Angebote von sogenannten Strom-Discountern. |
Verweigerter Bonus
Ein weiterer Vorwurf von Almado-Kunden: Die Firma ködere ihre Kunden mit einem Bonus, der nach einem Jahr gezahlt werden soll. Dann ziehe sie einseitig das Kündigungsdatum vor, so dass kein volles Jahr Strom geliefert werde und der Bonus nicht gezahlt werden müsse.
Firmensitz wirft Fragen auf
Die Kunden sind verunsichert. Bei Konflikten mit dem Stromanbieter geht es meist um Geld, da will man eine schnelle Lösung. Und sie stellen fest: Eigentlich weiß man als Verbraucher fast nichts über seinen Stromanbieter. Wo sitzt der eigentlich? Kann man vielleicht einfach hinfahren und das Problem aus der Welt schaffen? Unter der Geschäftsadresse von Almado-Energy findet sich ein Einkaufszentrum mit angeschlossenen Bürogebäuden im Kölner Stadtteil Weiden. Wir suchen eine Klingel oder ein Firmenschild mit einem Hinweis auf Almado-Energy. Doch ein Kundenzentrum entdecken wir nicht.
Rätselhafter Gemeinschaftsbriefkasten
Es findet sich nur ein Briefkasten, den die Firma sich anscheinend mit diversen anderen Unternehmen teilt: mit dem Stromanbieter Immergrün, der zu Almado gehört, aber auch mit einem Call-by-Call-Anbieter, mit einem Verlag und mit Rechtsanwälten. Insgesamt zählen wir elf Aufkleber auf dem Briefkasten. So stellt sich wohl kaum ein Stromkunde den Geschäftssitz seines Stromanbieters vor.
Nähe zum Inkassobüro
Ebenfalls auf dem Briefkasten zu finden ist das Inkassobüro „Deutsche Telemedien Inkasso“, DTMI, das für Almado Mahnungen verschickt. Wir schlagen die Firma im Handelsregister nach und stellen fest: Bis März 2012 war Almado-Geschäftsführer Antoine Werner Beinhoff auch Chef der Inkassofirma.
Viele Fragen, keine Antworten
Wir fragen nach: Wie erklärt die Firma die verweigerten Bonus-Zahlungen? Gibt es heute noch personelle Überschneidungen zwischen Stromanbieter und Inkassobüro? Wie viele Kunden hat der Stromanbieter eigentlich? Wie viele Mitarbeiter arbeiten dort? Wie ist der Kundenservice organisiert? Klingt nicht, als wären das geheime Informationen, aber das Unternehmen beantwortet keine der Fragen.
„Überflüssige Kostenpositionen“
Ein Interview mit der Geschäftsführung ist nicht möglich, weder vor der Kamera noch telefonisch. Die Kommunikation läuft ausschließlich über E-Mails.
Almado schreibt uns:
„Leider können wir Ihnen keinen gesonderten Ansprechpartner für Presseanfragen zur Seite stellen. Wir sind ein Discountanbieter und versuchen, auf überflüssige Kostenpositionen wo irgend möglich zu verzichten. Dieses Konzept erfährt bei unseren Kunden sehr viel positives Feedback. Bei den heutigen Strompreisen akzeptieren die Verbraucher gerne eine gegenüber Ihrem Grundversorger schlankere Servicequalität.“
Immerhin bietet die Firma an: „Gerne können Sie uns die Verbraucherbeschwerden an diese E-Mail-Adresse weiterleiten, damit wir diese prüfen und im Sinne des Verbrauchers lösen können.“
Mangelnde Transparenz des Strommarkts
Dass man als Stromkunde gut prüfen sollte, mit wem man sich einlässt, haben in der jüngsten Vergangenheit die Pleiten von Flexstrom und Teldafax gezeigt. Viele Verbraucher wünschen sich daher einen offiziellen Ansprechpartner, der Transparenz schafft: Eine Anlaufstelle, bei der Kunden Informationen über ihren Stromanbieter erhalten und nachvollziehen könnten, ob Klagen anderer Kunden über mögliche Qualitätsmängel bekannt sind. Doch eine solche Anlaufstelle gibt es nicht.
Bundesnetzagentur schweigt
Ein Stromanbieter, der Haushaltskunden beliefern will, muss sich zwar bei der Bundesnetzagentur in Bonn sein Unternehmen genehmigen lassen und Angaben zur Firmenstruktur machen. Doch die Bundesnetzagentur gibt diese Informationen nicht weiter.
Schlichtungsstelle Energie beruft sich auf Neutralität
Interessant wäre auch zu wissen, wie viele Beschwerden es über einen bestimmten Stromanbieter gibt. In Berlin sitzt die Schlichtungsstelle Energie. Dort laufen zwar viele Beschwerden von Stromkunden auf, doch die Schlichtungsstelle veröffentlicht nicht, welche Firmen besonders oft betroffen sind. Begründung: Sie will ihre Neutralität in Schlichtungsverfahren nicht gefährden.
Verbraucherschützer fordern „Energie-Marktwächter“
Verbraucherschützer wie Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW kritisieren die undurchsichtige Situation: „Das Modell der Verbraucherzentralen wäre ein Energie-Marktwächter, der Erkenntnisse von der Schlichtungsstelle Energie, der Bundesnetzagentur und den Verbraucherzentralen sammelt und so aufbereitet, dass so mehr Transparenz in den Markt kommt und Kunden dann wissen, mit wem sie es zu tun haben, auf welchen Anbieter sie sich verlassen können und von welchem Anbieter sie besser die Finger lassen.“
Geteiltes Leid im Internet
Anhaltspunkte bieten zurzeit nur Erfahrungen anderer Verbraucher. Es gibt verschiedene Internetforen, in denen man sich eine Meinung bilden kann, indem man die Berichte anderer Stromkunden liest. Beim Vergleichportal Verivox finden sich beispielsweise knapp 2.000 Kundenbewertungen zu Almado-Energy, auch auf der Plattform Reclabox veröffentlichen Kunden ihre Meinung. Bei der Frankfurter Rechtsanwaltskanzlei „Elixir“ sind so viele Anfragen zu Almado und zum Inkassobüro DTMI eingegangen, dass die Kanzlei ein eigenes Forum eingerichtet hat (siehe Links).
Was tun bei Problemen mit dem Stromanbieter?
Ist der Ärger einmal da, gilt:
Gegen vermeintlich ungerechtfertigte Forderungen sofort schriftlich Widerspruch einlegen und das Unternehmen auffordern, das Problem im Sinne des Verbrauchers zu lösen.
Konnte das Problem nach vier Wochen nicht aus der Welt geschafft werden, kann der Kunde die Schlichtungsstelle Energie anrufen. Diese ist dann laut Gesetz dazu angehalten, innerhalb von drei Monaten ein Schlichtungsverfahren abzuschließen. Das Unternehmen ist gesetzlich dazu verpflichtet, an dem Schlichtungsverfahren teilzunehmen (Energiewirtschaftsgesetz, Paragraf 111).
Augen auf bei der Anbieter- und Tarifwahl
Um Probleme mit Stromanbietern im Vorfeld zu vermeiden, warnen Verbraucherschützer vor folgenden, typischen Verbraucherfallen.
Vorkasse: Ein Jahr im Voraus zu zahlende Abschläge bergen das Risiko, mit leeren Händen dazustehen, falls der Anbieter Pleite geht. Besser Monatsbeiträge vereinbaren!
Bonus: Auch wer sich von einem Bonus ködern lässt, der erst am Jahresende gezahlt wird, geht im Falle einer Insolvenz leer aus. Ein weiterer Grund, sich so ein Angebot nicht schön zu rechnen: Ist man mit dem Anbieter so unzufrieden, dass man vor Jahresfrist wechseln möchte, entfällt der Bonus und die Konditionen sind auf den Monat gerechnet viel schlechter.
Auffällig niedrige Strompreise: Branchenkenner sagen, dass die Anbieter in Deutschland bei den Strompreisen eigentlich keinen großen Spielraum haben. Schließlich müssen alle die Energie erst einmal selbst einkaufen – zum Beispiel an der Strombörse in Leipzig oder bei einem Zwischenhändler. Bei Preisen unter 20 Cent pro Kilowattstunde sollte man hinterfragen, ob die Firma das lange durchhalten kann, ohne selbst Verluste zu machen, und ob eventuell schon nach kurzer Zeit Tariferhöhungen drohen.
>>> http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendungsbeitraege/2013/kw21/0521/00_stromdiscounter.jsp?ch=live
siehe auch > http://www.recht-hilfreich.de/inkasso-frankfurt/inkasso/beschwerden-uber-almado-energy-ag-mahngebuhr-und-inkasso-fur-stromrechnung-bzw-stromabschlag-durch-dtmi/
> http://www.verivox.de/erfahrungen/almado-energy-1-6773.aspx
> http://de.reclabox.com/beschwerde/49402-almado-energy-koeln-almado-energy-dtmi-inkasso
> http://forum.energienetz.de/index.php?topic=17628.30
> http://www.wiwo.de/unternehmen/energie/strom-riskantes-geschaeftsmodell/8090516-2.html
> http://stromforum.org/erfahrung-almado-energy-t924.html
> http://www.gutefrage.net/frage/betrugs-e-mail-von-almado-energy---wer-ist-noch-betroffen
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