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Montag, 23. Februar 2015

PlanB4you Ponzi Betreiber Johny Schabregs wurde in Holland am 20. Februar verhaftet – Abzocke geht unvermindert weiter!

Dezember 2014 wurden 2.5 Millionen Euro beschlagnahmt und jetzt wurde der PlanB4you Gründer Johny Schabregs wegen Betrugsverdacht Verhaftet!
Nun hat es das Ponzi PlanB4you wohl richtig erwischt, denn seit dem Dezember 2014 wurden schon staatsanwaltschaftliche Ermittlungen in den Niederlanden eingeleitet und Konten eingefroren, doch die Betreiber gingen davon aus, es würde sich ja alles regeln. Jetzt - kaum zwei Monate später, wurde der Gründer Johny Schabregs (62j.) letzten Freitag in Holland verhaftet. 

http://behindmlm.com/companies/planb4you-ponzi-admin-arrested-in-the-netherlands/

Die Webseite von PlanB4you ist weiterhin noch aktiv und die PlanB4you Helfershelfer versuchen wiederholt die ganze Geschichte herunterzuspielen, dass sich ja alles wohlwollend klären wird. Auch Keuler wie Winfried Paul, verbreiten aktuell diese Beruhigungspille:

Kurzes Statement zur behördlichen Vorgehensweise Leider gibt es heute eine negative Mitteillung, was aber zu erwarten war. Die FIOD (Behörde in Holland) akzeptierte das Urteil des Richters nicht, der sagte, es gäbe keine Beweise, daß planb4you ein Schneeballsystem sei. Daher ist die FIOD in die nächsthöhere Instanz gegangen und hat den Gründer von planb4you, Johny Schabregs, festgenommen. Johny wird bis zum 02.03.2015 festgenommen und darf nur Kontakt zu seinen Anwälten haben. Fakten: Bis heute können die Behörden keine Beweise gegen planb4you finden, haben jedoch ein großes Problem mit dem planb4you Webshop. Die Behörden sagen, wo Produkte verkauft werden, müssen auch Gelder sein. Johny und sein Team haben schon mehrfach erklärt, daß die Mitglieder aber die Produkte mit Gutscheinen bezahlen. Dies wird jedoch nicht verstanden, sondern als Vorwurf eines Schneeballsystems gegen planb4you verwendet. Die Medien berichten zudem nicht tagesaktuell, sondern schreiben auch nur die Meinung der Behörden, ohne sich selbst mit planb4you und dem Konzept zu befassen und veröffentlichen nur alte Informationen und Anschuldigungen. Es gibt keine neuen Beweise, denn es gibt einfach nichts, was planb4you illegal machen würde. Für die Mitglieder ändert sich erstmal gar nichts. Es geht alles ganz normal weiter, das Team ist soweit, auch ohne Johny zu arbeiten. Für Johny und seine Familie eine sehr harte Zeit. Mein Respekt, wie er sich für sein Unternehmen und uns, die Mitglieder, einsetzt. planb4you kann dadurch nur stärker werden, lasst uns jetzt als Mitglieder zusammenhalten. Sollten in den nächsten Tagen gewisse Abläufe wie Support, Ausbuchung beantragter Auszahlungen, Webshopbestellungen usw. etwas länger als gewohnt dauern, habt bitte etwas Geduld und Rücksicht auf die aktuelle Situation. 

http://planb4you.blogspot.de/2015/02/kurzes-statement-zur-behordlichen.html 

Da sind Aufrufe wie, Johny Schabregs eine Postkarte nach Hause zu senden, zur Unterstützung dass er sieht dass alle auf ihn bauen wenn er aus der Haft entlassen wird, doch mehr als absurd und erinnern mich an die Marketing Terminal Durchhalte-Parolen und Legitimitäts-Bekundungen, die am Ende auch nur hohle Phrasen waren.

http://planb4you.blogspot.de/2015/02/unterstutzung-fur-johny.html

Winfried Paul supportet für PlanB4you, betreut die Skype-Gruppe und die Facebook-Gruppe mit weit über 1.000 Mitgliedern und führt z. T. die Webinare durch. Man kann also davon ausgehen, dass die Geschäftsführung von PlanB4you auch Winfried Paul so lange hinhalten wird wie möglich, um noch weiter Gelder einzukassieren.
Der jetzt verhaftete Schabregs ist laut eigenen Angaben schon seit 1978 im MLM tätig. Anfang 2014 wurde PlanB4you dann auch nach Deutschland gebracht und im Sommer 2014 war das massive Anwerben deutscher Teilnehmer voll im Gange. Wie viele tausende deutsche Networker sich darauf einließen, ist schwer zu schätzen, aber wenn man die Summe von 2,5 Millionen Euros sieht, die im Dezember 2014 eingefroren wurden und auch die sieben Luxusautos die beschlagnahmt wurden, dann wird es auch jede Menge an deutsche Ponzi-Teilnehmer geben. Laut PlanB4you IDs gibt es ca. 25.000 Teilnehmer. Immerhin läuft das PlanB4you Ponzi weiter, wobei man aktuell wenn überhaupt bis zu 60 Tage auf eine Auszahlung warten musste, laut der neuen AGB die jeder Teilnehmer bestätigen musste jetzt sogar 90 Werktage.

Auszug der aktuellen PlanB4youAGB:
Payouts
Planb4You will perform the payment of withdrawals from the eWallet within 90 working days after retrieval. The period of payment of past calls do not guarantee the continuity of this period.
Soweit uns bekannt ist und uns von einigen Lesern übermittelt wurde, sind hier doch etliche Mitglieder in PlanB4you mit Summen im 5-stelligen Bereich, z. T. bis in den 6-stelligen Bereich involviert. Allem Anschein nach wurden diese Gelder dafür benutzt um die Subunternehmen (eigene Nudelmarke, Energiedrink, Mobilfunkanbieter, etc.) auf Kosten der Mitglieder aufzubauen um damit ein Anschein von echten Geschäftstätigkeiten zu erwecken. Wenn man sich aber die nachfolgende ein Jahres Verdienst Berechnung eines Mitglieds anschaut, dann sollte jedem der Rechnen kann auch klar sein, hier ist gewaltig was faul. 

Einstieg bei PlanB4you: 1. Januar 2014

Gesamteinzahlung: 252 Brickx a. 40€ = 10.080€
Gesamtauszahlung: 40.400€
Aktive Brickx 1002 Stck. - Restwert a. 50€ = 50.100€


Genau wie bei dem Marketing Terminal Fall, ist es rechnerisch höchst unwahrscheinlich solch hohe Renditen zu erwirtschaften, die man dann wie ein Weihnachtsmann auf Akkordgeschenke Tour verteilt. 

Auch wird seid einiger Zeit mit der Binary Abzocke BancdeOptions geworben, ja genau diese Bude wo ein Mario Emmrich seiner diebischen Finger drin hat. Gerüchten zu Folge soll Schabregs sich an der höchst unseriösen Traidingplattform beteiligt haben. Auch eine andere Tradingplattform soll es noch geben. Dies scheint mir ein Indiz zu sein, das die Gelder knapp sind und man nun versucht durch Provisionen von PlanB4you Mitglieder an neues Geld zu kommen. 


Erwähnenswert ist auch noch, dass es seit Dezember sogenannte Super-Brickx zu erwerben gibt, die jedoch für 1 Jahr festgelegt sind und zu jeweils 0,50 Euro pro Tag und pro Stück erwirtschaften sollen. Dafür bekam man laut einer Aktion zum Preis von 1 Stück (40 euro) 2 Stück gutgeschrieben. Diese Sonderaktion war zunächst für 1 Monat begrenzt, wurde dann aber bis aktuell 2-mal verlängert.

Nachtigall I hör die trapsen.....

Es wird Zeit das auch der Rest der Ponzi Bande von PlanB4you verhaftet wird und schlussendlich, diese Ponzi Seite ganz vom Markt verschwindet. Da auch jetzt Gefahr im Verzug ist, dürfte ein Einfrieren des Bankkontos, worüber die aktuellen Zahlungen von PanB4you noch laufen, wohl nicht mehr lange auf sich warten. Geschädigte könnten dann sogar noch auf eine Rückzahlung hoffen, sobald der oder die Betreiber dafür verurteilt werden. Etwas Masse ist ja bereits beschlagnahmt worden, schätze aber das Holländer und Belgier bevorzugt werden.

Hier noch zwei Original Artikel auf BehindMLM mit den aktuellen Ponzi PlanB4you News:

http://behindmlm.com/companies/netherlands-shuts-down-planb4you-ponzi-scheme/

http://behindmlm.com/companies/planb4you-ponzi-admin-arrested-in-the-netherlands/

Update zum 03.03.2015

Das war wohl nix mit einer Entlassung von Johny Schabregs am 2. März, denn nun verbreitet aktuell Winfried Paul folgende Info auf Facebook:

Winfried Paul
xx Min

Johny Schabregs muss für 90 Tage in Haft bleiben, diese Nachricht erreichte uns eben und ist denke ich für uns alle wie ein Schlag ins Gesicht. Was da jetzt genau vorliegt,warum diese lange Zeit jemanden festzuhalten, ohne angeblich keine handfesten Beweise zu haben, ist uns unerklärlich!
Wir können nur weitermachen wie bisher, das Team von planb4you und wir Mitglieder, werden das schon meistern.
So nun muss der arme Ponzi Johny noch 90 Tage ohne Anklage in Haft sitzen, das jedenfalls versucht der Winfried Paul allen PlanB-Jüngern zu verkaufen. Ich schreibe es nochmal hier in aller Deutlichkeit, Herr Johny Schabregs sitzt wegen

Betrug, der Betrieb eines Schneeball-Systems und Geldwäsche Verdacht in HAFT


Das sind doch wohl genug schwerwiegende Gründe für eine Haftanordnung bis zu einem Gerichtstermin!

Dienstag, 15. Oktober 2013

Gewerbeauskunft-Zentrale: Staatsanwaltschaft geht gegen Abzocker vor

Bereits viele Unternehmen sind auf die Maschen von Branchenbucheintragsdiensten – wie vor allem der Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE) – hereingefallen. Jetzt ermittelt auch die Staatsanwaltschaft gegen diese dubiose Firma.

Vorsicht vor Schreiben der Gewerbeauskunft-Zentrale


Gegen die Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE-Wirtschaftsinformations GmbH) ermittelte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf bereits seit einiger Zeit vor allem wegen Betrugsverdachtes. Grund dafür sind Schreiben, die von der äußeren Aufmachung den Eindruck erwecken, als würden sie von einer Behörde stammen und es ginge um die Korrektur von Daten in einem öffentlichen Gewerberegister. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um keinen Korrekturausdruck, sondern einen kostenpflichtigen Basiseintrag zum Preis von 570 Euro für eine Laufzeit von 24 Monaten. Diese Abofalle ist jedoch für einen Laien kaum erkennbar.

 

Gewerbeauskunft-Zentrale: Razzia


Nachdem insgesamt 4500 Selbstständige gegen die Gewerbeauskunft-Zentrale Strafanzeige gestellt haben, führten Polizei und Staatsanwaltschaft eine Razzia laut einer aktuellen Meldung eine Razzia bei insgesamt 16 Unternehmen im Raum Köln durch, die mit diesem Unternehmen kooperiert haben sollen.

 

Selbstständige können in Abofalle geraten


Wir sind gespannt, wie es in dieser Sache nach Abschluss der Ermittlungen weiter geht. Bereits mehrere Gerichte haben hier einen Zahlungsanspruch der Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE) verneint und dabei auf eine Grundsatzentscheidung des BGH vom 26.07.2012 (Az. VII ZR 262/11) berufen. Selbstständige und Gewerbetreibende als Zielgruppe sollten vorsichtig sein und die Formulare der Gewerbeauskunft-Zentrale nicht unterschrieben zurückschicken. Wer auf diese Branchenbuchabzocke hereingefallen ist, sollte nicht einfach zahlen, sondern sich beraten lassen.

 

Bei gerichtlichem Mahnbescheid ist Eile geboten


Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie nicht nur eine gewöhnliche Mahnung der Gewerbeauskunft-Zentrale, sondern sogar einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten haben. Hier ist schnelles Handeln geboten. Gegen den gerichtlichen Mahnbescheid muss binnen 2 Wochen ein Widerspruch eingelegt werden, weil er sonst ohne Prüfung der Rechtslage bestandskräftig wird. Viele Gerichtsentscheidungen sind bislang zu Gunsten der abgezockten Unternehmen ergangen. Die genaue Beurteilung hängt aber von den Umständen des jeweiligen Einzelfalles ab (vor allem dem Layout und dem Wortlaut der jeweiligen Schreiben).

Dienstag, 28. Mai 2013

FDP-Kreisvorsitzender und Landtagskandidat Posch wirft das Handtuch

Posch wirft das Handtuch

Der wegen staatsanwaltlicher Ermittlungen in Bedrängnis geratene FDP-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat legt mit sofortiger Wirkung alle Ämter nieder. Der Druck von außen wurde zu groß.


Führung-Chaos bei der FDP: Jetzt hat der Dachauer FDP-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Hans Peter Posch hingeschmissen. In einer Presseerklärung schreibt Posch: "Mit sofortiger Wirkung lege ich das Amt als Kreisvorsitzender und als Landtagskandidat nieder." Als Gründe führt Posch an, dass der "Druck von Außen" auf seine Familie so groß geworden sei, dass er zum "Schutz seiner Familie dieses Amt und die Kandidatur" niederlege. Posch: "Diesen Schritt gehe ich auch, um möglichen Schaden für die Partei abzuwenden." Nach Einstellung des Ermittlungsverfahrens, so Posch, werde er dem Kreisverband wieder zur Verfügung stehen.

Der Druck auf den FDP-Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten Hans Peter Posch wurde doch zu stark.  (Foto:  © joergensen.com)

Mit dem Rückzug Poschs vom Amt des FDP-Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten erreichen die Auseinandersetzungen im Kreisverband Dachau ihren vorläufigen Höhepunkt. Bereits am Freitag vergangener Woche ist Poschs Stellvertreter im Kreisverband, der Vorsitzende des Dachauer FDP-Ortsverbands, Rechtsanwalt Jürgen Seidl, von seinem Posten zurückgetreten. Der Ortsverband hatte Posch aufgefordert, seine Kandidatur niederzulegen. Grund: Durch das laufende Ermittlungsverfahren könnte die Partei im Wahlkampf Schaden nehmen. Seidl in einer Pressemitteilung: "Ich distanziere mich von Herrn Peter Posch."

Posch lehnte aber ab, weil er sich der Unterstützung der Partei sicher wähnte. Sonst würde er ja nicht weitermachen. Zur Dachauer SZ sagte Posch: "Ich verstecke mich nicht." Er werde die Sache mit der Kandidatur jetzt durchziehen. Was die Vorwürfe gegen ihn und das Ermittlungsverfahren betreffe, so weise er diese auf "das Schärfste" zurück. Im Gegenteil. Er sei fest davon überzeugt, dass das Ermittlungsverfahren gegen ihn eingestellt werde. In diesem Zusammenhang ließ Posch anklingen, dass hinter den Vorwürfen gegen ihn ein gezieltes Wahlkampfmanöver stecken könnte.

Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Posch und gegen mehrere Verantwortliche von Poschs früherer Firma, der Internetplattform "IC3 Limited". Bei "IC3 Limited" hat es sich um eine Internetsuchmaschine gehandelt, die den Nutzern kostenlos anzeigte, wo es aktuell welche Artikel günstig zu erstehen gibt. Die Händlerprovisionen wurden anschließend teilweise wieder an die Kunden ausbezahlt im "Cash-Back-Verfahren". Schon 2011 war das Landgericht München in einem Zivilverfahren zu dem Urteil gelangt, Poschs Firma habe sich "ungerechtfertigt" bereichert und einzelne Lizenznehmer "arglistig getäuscht". Diese hätten somit auch einen Anspruch auf Entschädigung. Denn Poschs Firma habe mit völlig unrealistischen Zahlen versucht, Gutgläubige zum Kauf von Lizenzen zu überreden. Die Firma "IC3Limited" habe kurz darauf Insolvenz angemeldet. Die Kläger gingen anschließend zwar leer aus, reagierten aber mit Strafanzeigen, weil sie den Verdacht hegten, dass das Online-Unternehmen noch vor der Insolvenz mehrere Millionen Euro verschoben haben soll.

Dagegen wehrt sich Hans Peter Posch vehement. In diesem Zusammenhang kündige Posch auch rechtliche Schritte gegen den Internet-Konzern Google an. Durch die Beiträge, die man in der Suchmaschine über ihn findet, fühle er sich verleumdet. Posch: "Ich kämpfe für mein Recht." Für Rückfragen, so Posch in seiner Presseerklärung "stehe ich derzeit nicht zur Verfügung".

Orig. Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-posch-wirft-das-handtuch-1.1682638

siehe auch: IC3 - lokavo.de - Arowana Media GmbH - Hans-Peter Posch unter Betrugsverdacht - Betrugsaffäre um den FDP-Kandidaten   

Mittwoch, 22. Mai 2013

IC3 - lokavo.de - Arowana Media GmbH - Hans-Peter Posch unter Betrugsverdacht - Betrugsaffäre um den FDP-Kandidaten

Dachau - Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen den Dachauer FDP-Kreisvorsitzenden Hans-Peter Posch wegen Betrugsverdachts. Seine Landtagskandidatur will er aber nicht aufgeben.

Gibt sich gelassen: Hans-Peter Posch.
Die „IC3 Limited“ mit ihrem Geschäftsführer Hans-Peter Posch war ein klassisches Start-Up-Unternehmen der Internetbranche: Firmensitz war der szenige Kunstpark-Ost in München. Junge Mitarbeiter widmeten sich einer pfiffigen Geschäftsidee. Zu pfiffig, wie die Staatsanwaltschaft München offenbar glaubt. Sprecher Ken Heidenreich bestätigte gestern auf Anfrage, dass es derzeit „ein Ermittlungsverfahren gegen mehrere Verantwortliche der IC3“ gibt.

Schon im November 2011 hatte das Landgericht München II in einem Zivilverfahren festgestellt, dass die Firma sich „ungerechtfertigt bereichert“ und einzelne Lizenzpartner „arglistig getäuscht“ hat. Die Partner hätten daher einen Anspruch auf Rückzahlung der von ihnen an die „IC3“ gezahlten Gebühren von im Durchschnitt mehreren Tausend Euro. Das Urteil bestätigte kurz darauf das Oberlandesgericht München, indem es eine Berufung gegen das Urteil ablehnte. Da die „IC3 Limited“ kurze Zeit später Insolvenz anmeldete, blieben die Kläger auf ihren Forderungen sitzen.

Daraufhin folgten die Strafanzeigen gegen Hans-Peter Posch und weitere „IC3“-Verantwortliche wegen Betrugs - die ehemaligen Lizenzpartner hatten den Verdacht, dass das Online-Unternehmen sie arglistig getäuscht und vor der Insolvenz noch Vermögen verschoben habe. Den Vorwürfen sehe er jedoch „komplett gelassen“ entgegen, so Posch gestern. Er rechne damit, dass das Verfahren in „absehbarer Zeit“ eingestellt wird.

Tatsächlich war die von der „IC3 Limited“ betriebene Internetsuchmaschine seriös und bei den Usern sehr beliebt. Das Prinzip von „IC3“: Die Suchmaschine zeigte den Kunden kostenlos an, wo es welche Artikel gerade günstig zu erwerben gab. Ein Teil der Händlerprovision wurde anschließend an die Kunden ausbezahlt. „Cashback“ nennen Fachleute dieses Geschäftsmodell.

Darüber hinaus aber suchte „IC3“ selbständige Vermittler, die Kunden anwerben sollten und davon einen Anteil an der Händlervermittlungsprovision behalten durften. Zudem bot die „IC3“ sogenannte Premium-Lizenzen an, die den Vermittlern einen höheren Anteil an den Provisionen garantieren sollten.

Das Problem: Diese Lizenzen waren teuer. „Einige meiner Mandanten haben sogar Kredite aufgenommen, um Lizenzen kaufen zu können“, sagt Anwalt Dr. Andreas Taudt, der bereits mehrere ehemalige Lizenznehmer erfolgreich gegen die „IC3“ vertreten hat. Poschs Firma habe mit „Fantasie-Zahlen“ gearbeitet, um seine Mandanten zum Kauf der Lizenzen zu verlocken. Das Landgericht hatte vorgerechnet, dass die Lizenznehmer überhaupt keine realistische Chance hatten, die vorhergesagten Gewinne zu erwirtschaften: Um beispielsweise auf einen Verdienst von monatlich 3675 Euro zu kommen, hätten die Vermittler Umsätze von 2,2 Milliarden Euro im Monat generieren müssen.

Hans-Peter Posch sagt dazu, dass es „natürlich verschiedene Prognoserechnungen“ gegeben habe. Die vom Gericht beanstandeten „ins Blaue hinein behaupteten“ Gewinnerwartungen habe allerdings nicht die Firmenleitung zu verantworten, sondern einzelne Vertriebsmitarbeiter, die wohl allzu engagiert versucht hätten, Lizenzpartner zu akquirieren. Und auch die Kläger seien an ihrer Lage nicht ganz schuldlos: „Vielleicht war bei manchen einfach die Gier zu groß.“

Ob er - im Fall einer Anklage - weiterhin als FDP-Landtagskandidat zur Verfügung steht, darüber mag Posch heute noch nicht nachdenken: „Wenn es einen Plan B braucht, wird es auch einen Plan B geben.“ Im Moment freue er sich vor allem auf einen „Offensiv-Wahlkampf“.

In der FDP-Parteizentrale München werde man ihn „wie jeden Kandidaten unterstützen“, so Geschäftsführer Martin Hagen. „Gegen Herrn Posch liegt unseres Wissens juristisch nichts vor.“

Orig. Quelle: http://www.merkur-online.de/lokales/dachau/landkreis/hans-peter-posch-unter-betrugsverdacht-2913898.html#idAnchComments


Update 24.05.2013

Betrugsaffäre um den FDP-Kandidaten

Staatsanwalt ermittelt gegen den Landtagsbewerber und Kreisrat Hans-Peter Posch. Lizenznehmer seiner früheren Firma "IC3 Limited" fühlen sich arglistig getäuscht und geprellt.

Es ist Wahlkampf, und die Freien Demokraten (FDP) im Landkreis Dachau haben ein Problem, auf das sie gerne verzichtet hätten. Denn gegen ihren Landtagskandidaten, den Kreisrat Hans-Peter Posch, ermittelt nämlich die Staatsanwaltschaft München. Die Ermittlungen laufen außerdem gegen mehrere Verantwortliche von Poschs früherer Firma, dem Internet-Start-Up "IC3Limited". Der stellvertretende Pressesprecher der Staatsanwaltschaft München II, Florian Gliwitzki, bestätigte der Dachauer SZ das Ermittlungsverfahren gegen "Verantwortliche der IC3 Limited" wegen des Verdachts auf Betrug. Zu Namen und Stand der laufenden Ermittlungen sagte Gliwitzki: "Dazu äußern wir uns nicht."

Gibt sich nach außen hin gelassen und zuversichtlich: Gegen den Dachauer FDP-Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten Hans-Peter Posch ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug.  (Foto:  DAH)

Über die staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen seinen Parteifreund Hans-Peter Posch ist der Dachauer FDP-Ortsvorsitzende, Kreisrat Jürgen Seidl, überhaupt nicht glücklich. "Das ist bestimmt keine positive Situation für die Partei", sagt Seidl auf Anfrage der SZ. Ob sich das Ermittlungsverfahren gegen seinen Kreistagskollegen Posch negativ auf den bereits laufenden Landtagswahlkampf seiner Partei auswirken werde, sagt Seidl nur: "Das wird sich zeigen." Gleichzeitig macht der FDP-Kommunalpolitiker, der ein Anwaltsbüro in Dachau betreibt, klar, "dass auch für Hans-Peter Posch so lange die Unschuldsvermutung gilt, solange es keine Verurteilung durch ein Gericht gibt".

In den Parteigremien, so Seidl, sei über die Causa Posch jedenfalls noch nicht gesprochen worden. Auch sei es momentan noch kein Thema, ob Posch seine Kandidatur zurückziehen oder ob er daran festhalten solle. Demnächst werde allerdings eine Sitzung stattfinden, bei dem das Thema wohl eine Rolle spielen werde.

Mit dem Gericht und mit den schweren Vorwürfen gegenüber seinem Unternehmen, der "IC3 Limited", hat Posch schon seit dem Jahr 2011 zu tun. Damals war das Landgericht München II in einem Zivilverfahren zu der Ansicht gelangt, Poschs Firma habe sich "ungerechtfertigt bereichert" und einzelne Lizenzpartner "arglistig getäuscht". Denn Poschs Firma, so der Vorwurf, habe mit völlig unrealistischen Zahlen versucht, Gutgläubige zum Kauf von Lizenzen zu überreden. Das Urteil wurde vom Oberlandesgericht München bestätigt. Die Firma "IC3 Limited" meldete kurz danach Insolvenz an. Die Kläger schauten zwar finanziell ins Ofenrohr, sie reagierten aber mit Strafanzeigen, weil sie den Verdacht hegten, dass das Online-Unternehmen noch vor der Insolvenz mehrere Millionen Euro verschoben haben soll.

Mehrmalige telefonische Versuche der Dachauer SZ, von Hans-Peter Posch eine Stellungnahme zu den Vorwürfen zu erhalten, scheiterten. Gegenüber den Dachauer Nachrichten des Münchner Merkur erklärte Posch kürzlich, er sehe den Vorwürfen "komplett gelassen" entgegen. Das Verfahren, so seine feste Überzeugung, werde in "absehbarer Zeit" eingestellt.

Bei der Firma "IC3 Limited" hat es sich um eine Internetsuchmaschine gehandelt, die den Usern kostenlos anzeigte, wo es aktuell welche Artikel günstig zu erstehen gibt. Teilweise wurden die Händlerprovisionen anschließend wieder an die Kunden ausbezahlt, im "Cashback-Verfahren". Posch selbst schiebt den selbständigen Vermittlern den schwarzen Peter zu. Beim Akquirieren von Lizenznehmern sei deren Gier wohl zu groß gewesen. Der Göttinger Anwalt Andreas Taudt vertritt Kunden, die sich durch Posch und die Firma "IC3Limited" geprellt fühlen. Er hat errechnet, dass die Lizenznehmer keine realistische Chance gehabt hätten, überhaupt Gewinne zu erwirtschaften.

Wie heftig die Netzgemeinde auf die Insolvenz von Poschs Firma reagiert, wird hier deutlich. Im Zusammenhang mit dem Namen Hans-Peter Posch erscheinen im Internet die Schlagworte: "abzocke, andrea posch, arowana media gmbh, hans peter posch, harald gietmann, ic3 suchmaschinen gmbh, lizenzbetrug, lokavo.de, münchen, peter ullmann, schneeballsystem."

Hans-Peter Posch wurde von der FDP bereits im vergangenen Jahr zum Kandidaten für die Landtagswahl nominiert. Posch erhielt auf der Nominierungsversammlung 13 von 18 möglichen Stimmen.

>>> http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-betrugsaffaere-um-den-fdp-kandidaten-1.1679785


Siehe auch:

>>> LG München bestätigt IC3 Ltd. als Schneeballsystem und gibt Klägern Recht   http://cafe4eck.blogspot.com/2012/02/lg-munchen-bestatigt-ic3-ltd-als.html

>>> http://www.lokavo.de - Arowana Media GmbH, A.Posch, Markt Indersdorf - IC3 Nachfolger?  

http://cafe4eck.blogspot.com/2012/07/httpwwwlokavode-arowana-media-gmbh.html

>>> Einkäufe/Casback der letzten 90 Tage der IC3 bestätigt Lug und Trug   http://cafe4eck.blogspot.com/2012/01/einkaufecasback-der-letzten-90-tage-der.html

>>> IC3 Ltd. Premium Lizenzinhaber gewinnen Zivilprozess, Landgericht München bestätigt Schneeballsystem   

http://cafe4eck.blogspot.com/2012/07/ic3-ltd-premium-lizenzinhaber-gewinnen.html

>>> Die IC-drei Ltd sucht Lizenzpartner, aber was steckt dahinter?
http://cafe4eck.blogspot.com/2011/02/die-ic-drei-ltd-sucht-lizenzpartner_19.html

>>> Umfangreiche Sammlung im Szene-Insider >>> http://www.szene-insider.net/viewforum.php?f=124 (Anmeldung erforderlich zum lesen)