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Montag, 18. November 2013

Bankgeheimnis ade - Liechtenstein bereit zu Steuerdaten-Austausch


Zürich - Liechtenstein verabschiedet sich endgültig vom Bankgeheimnis. Das Fürstentum ist bereit, mit anderen Ländern Vereinbarungen zum automatischen Steuerdaten-Austausch abzuschließen. Im Vordergrund stehen dabei Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien sowie Spanien, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Regierungserklärung. Am 21. November werde Liechtenstein zudem die Konvention der OECD und des Europarats zur Amtshilfe in Steuersachen unterzeichnen, die die Grundlage für einen Informationsaustausch in Steuerfragen bildet. Die Organisation ist im Kampf gegen die Steuerhinterziehung dabei, für einen globalen Informationsaustausch einen Standard zu entwickeln.

"Liechtenstein geht davon aus, dass der automatische Informationsaustausch in Steuerangelegenheiten der internationale Standard der Zukunft sein wird", hieß in der Erklärung. Im Rahmen des Informationsaustauschs melden die Banken Vermögen und Einnahmen ausländischer Kunden an die zuständigen Finanzämter, um der Steuerhinterziehung einen Riegel vorzuschieben. Neben der OECD arbeiteten auch die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) und die EU auf dieses Ziel hin. In der EU wird derzeit angestrebt, den Datenaustausch über Zinserlöse auf alle Kapitalerträge auszuweiten. Dann sollen nicht nur Zinserträge bei Banken, sondern zum Beispiel auch von Investmentfonds und Stiftungen erfasst werden.

 

Banken im Boot


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Mittwoch, 5. Juni 2013

Superfund-Gründer Baha im Visier von "Offshore-Leaks"

Als zweiter Österreicher nach Raiffeisenbank-Chef Herbert Stepic ist der Gründer der Superfund-Investmentfonds, Christian Baha, im Visier von "Offshore-Leaks". Er wehrt sich aber vehement dagegen, als Steuersünder angeprangert zu werden.



Im "Krone"-Interview nimmt Baha zu den Vorwürfen Stellung: "Wir betreiben seit 1999 Firmen in Grenada, das steht in all unseren Prospekten, das ist überhaupt kein Geheimnis. Dort arbeiten 47 Leute, und dort landen auch ganz offiziell Managementgebühren, das hat mit einer Briefkastenfirma absolut nichts zu tun."

Was aber ist mit der Steel Pan Finance, einer Tochter dieser Grenada-Niederlassung? Baha: "Das ist eine Finanzierungsfirma mit Sitz auf Antigua. Über die haben wir fünf Jahre lang ein Bürohaus in Grenada errichtet, das hat 7,9 Millionen Dollar gekostet. Auch das ist ganz offiziell abgewickelt worden." Ob er über diese Konstruktionen nicht doch am österreichischen Fiskus vorbeiagiert habe? Baha: "Ich bin seit 15 Jahren Auslandsösterreicher, seit vier Jahren ist wieder Monte Carlo mein Wohnsitz."

Mit den Superfund-Anlageinstrumenten (Geldanlage nach ausgefeilten Computermodellen) ist Baha ein reicher Mann geworden. Er besitzt Latifundien in der Schweiz, in Osteuropa und in Übersee. Die "Offshore-Leaks"-Attacken hält er für überzogen: "Ich bin ein Privatmann, der seit langem im Ausland lebt. Die Firmen sind alle offiziell, da soll man nicht so tun, als hätte man was Verbotenes entdeckt."

>>> http://www.krone.at/Oesterreich/Superfund-Gruender_Baha_im_Visier_von_Offshore-Leaks-Kein_Steuersuender-Story-364065

siehe auch > Superfund-Gründer Christian Baha nimmt Stellung zu „Offshore-Leaks”

> Superfund-Gründer Christian Baha kommt Zeitungsartikel zuvor - Superfund-Boss enthüllt sich selbst

> Christian Josef Baha (* 30. Oktober 1968 in Wien) ist ein österreichischer Unternehmer, Mitbegründer und Alleineigentümer der Investmentgesellschaft Superfund.