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Donnerstag, 24. Oktober 2013

CMC Markets - Ermittlungen gegen Broker

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen den Gründer und Chef des Derivatebrokers CMC Markets, Peter Cruddas. Das geht aus einem Brief der Behörde hervor, der der WirtschaftsWoche vorliegt.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen den Gründer und Chef des Derivatebrokers CMC Markets
Quelle: dapd

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen den Gründer und Chef des Derivatebrokers CMC Markets, Peter Cruddas. Das geht aus einem Brief der Behörde hervor, der der WirtschaftsWoche vorliegt. Staatsanwaltschaft und CMC wollten sich nicht dazu äußern. Cruddas sagte, er sei nicht an Zivilprozessen in Deutschland beteiligt und die Vorwürfe damit sachlich falsch.

Die Ermittlungen gehen auf die Strafanzeige eines CMC-Kunden zurück. Der Anleger hatte zuvor vor dem Landgericht Frankfurt Schadensersatz erstritten, CMC musste mehr als 16 200 Euro an den Kunden zurückzahlen. CMC hatte mehrfach Geschäfte des Kunden "zu fehlerhaften Kursen" abgerechnet, heißt es im Urteil.

CMC gehört in Deutschland zu den führenden Anbietern für Differenzkontrakte (Contracts for Difference, CFDs), mit denen Anleger auf Kursgewinne und -verluste von Aktien oder Indizes wie den Deutschen Aktienindex (Dax) wetten können. Die Kunden kaufen und verkaufen Produkte des Brokers, die außerhalb regulierter Börsen gehandelt werden. Viele CFD-Broker engagieren zu diesem Zweck eigene Händler, die die Kurse für hauseigene Produkte stellen.

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Freitag, 27. September 2013

Prozess gegen mutmaßliche Betrüger: S&K-Chef verletzt sich schwer bei Fenstersprung

Drama im Frankfurter Landgericht: Einer der beiden Hauptverdächtigen im S&K-Verfahren ist kurz vor Prozessbeginn aus dem Fenster gesprungen. Dabei verletzte sich Stephan Schäfer schwer. Ihm und seinem Kompagnon wird Anlagebetrug in dreistelliger Millionenhöhe vorgeworfen.

Landgericht in Frankfurt: Sturz aus etwa sechs Metern Höhe
Frankfurt am Main - Beim Zivilprozess gegen die mutmaßlichen Finanzbetrüger von S&K hat sich eine Tragödie ereignet: Einer der beiden Firmengründer, Stephan Schäfer, hat sich nach Angaben eines Sprechers des Frankfurter Landgerichts bei einem Sprung aus einem Fenster schwer verletzt. Ob es sich um einen Flucht- oder um einen Suizidversuch handelte, ist bislang unklar.

Der Mann, dem die Hände mit Handschellen vor dem Bauch gefesselt waren, habe sich aus einem Fenster im ersten Stock gestürzt, sagte der Gerichtssprecher. Beim Sturz auf das Pflaster aus etwa sechs Metern Höhe habe sich der Hauptbeschuldigte aus dem Anlagebetrugsverfahren um die Immobiliengruppe S&K schwer verletzt. Der 34 Jahre alte Untersuchungshäftling sei wenige Minuten später in ein Krankenhaus gebracht worden.

Schäfer war aus dem Gefängnis in Weiterstadt zu einem Zivilprozess gegen eine der S&K-Gesellschaften als Geschäftsführer vorgeladen worden. Sein Kompagnon Jonas Köller war nicht im Gericht erschienen.

Ein Anwalt, der zahlreiche S&K-Geschädigte vertritt, übte harsche Kritik an den Verantwortlichen. "Das ist blamabel für die Justiz", sagte Marc Gericke. "Jemanden mit der Straferwartung, wie sie Schäfer im vorliegenden Fall hat, nur in Handschellen und in einen Saal mit offenem Fenster zu führen, ist ohne weitere Sicherungsmaßnahmen in jedem Fall problematisch."

Die Geschäftsführer der Immobiliengruppe S&K werden mit zehn weiteren Angeklagten der Untreue sowie des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs mit Kapitalanlagen beschuldigt. Sie sollen mit einem umfangreichen Schneeballsystem Tausende Privatanleger um einen dreistelligen Millionenbetrag gebracht haben.

Der mutmaßliche Anlagebetrug im großen Stil war durch eine bundesweite Großrazzia Ende Februar ans Licht gekommen, bei der 1200 Beamte an insgesamt 130 Orten in der Bundesrepublik Wohn- und Geschäftsräume von S&K sowie deren Partnerfirmen durchsuchten. Strafverfolgern zufolge verwendeten die beiden S&K-Chefs Stephan Schäfer und Jonas Köller das Geld für ihren exzessiven Lebensstil.

>>>  http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/anlagebetrug-s-k-chef-springt-aus-dem-fenster-a-924938.html

Mittwoch, 28. November 2012

Polizei und Staatsanwaltschaft in Göttingen überführen zwei mutmaßliche Betrüger der Nigeria Connection - Festnahmen in Frankfurt und Düren

Göttingen (ots) - GÖTTINGEN (lü/ok) - Speziellen Ermittlern der Göttinger Polizei ist es in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Göttingen gelungen, zwei mutmaßliche Bandenmitglieder der transkontinental agierenden Nigeria Connection zu identifizieren und festzunehmen. Eine 59jährige Göttingerin war von den Männern um nahezu 240.000 Euro betrogen worden.

Die beiden 38- und 42-jährigen Nigerianer waren im Bereich "Love Scam" aktiv. "Love Scam" bedeutet wortwörtlich übersetzt Liebes-Betrug und meint, dass die Verliebtheit und damit positiven Emotionen der Opfer geschickt von den Tätern ausgenutzt werden, um von diesen immer wieder Geld zu erhalten. Die Täter sind ausgewiesene Experten im Bereich des "Social Engineering" d.h. dem Beeinflussen zwischenmenschlicher Verhaltensweisen mit dem Ziel, die Opfer zu bestimmten Aktivitäten zu bewegen:

Die Täter bauen zunächst via Chats, E-Mails, in sozialen Netzwerken und Telefonaten ein Vertrauensverhältnis zu den Opfern auf. Es entwickelt sich eine regelrechte Liebesbeziehung, welche sogar in Onlineverlobungen münden kann. Die Täter senden Fotos von attraktiven Frauen oder Männern, die zuvor einfach von fremden Internetseiten kopiert wurden. Die Betrüger spenden den Opfern über Monate Zuwendung und sind Tag und Nacht für sie da. Ist die Liebesbeziehung erst einmal aufgebaut, folgen mit immer neuen Lügengeschichten finanzielle Forderungen.

Im aktuellen Göttinger Fall hatten die Täter sogar die Identität eines kanadischen bzw. amerikanischen Generals gestohlen, um mit deren Fotos und guter Reputation die Frau zu beeindrucken. Das Opfer fiel auf den Schwindel herein und verlor insgesamt 230.000 Euro. Als sie den Betrug erkannte, zeigte sie das beim 3. Fachkommissariat der Göttinger Kripo an.

Die Ermittler mit speziellen Kenntnissen im Cybercrime-Bereich konnten dann nach umfangreichen, intensiven Ermittlungen am 09.11.2012 den 38-Jährigen in Frankfurt (Hessen) festnehmen, den Zweiten am vergangenen Montag (26.11.12) in Düren (Nordrhein-Westfalen.) Der am Montag Festgenommene erhielt seine Aufträge direkt aus Ghana und leitete sie an den Frankfurter weiter. Als dieser weitere 7.500 EUR vom Opfer entgegen nehmen wollte, wurde er dabei von Spezialkräften der Polizei dingfest gemacht. Weitere geplante Betrugsversuche im benachbarten Kassel konnten vereitelt werden. Im Zuge der Ermittlungen wurde auch bekannt, dass Opfer via Singlebörsen gezielt in Deutschland, Spanien und den USA gesucht wurden.

Beide Tatverdächtigen sitzen nun in Untersuchungshaft. Das hochwertige Fahrzeug (ca. 50.000 Euro) des in Düren Festgenommenen wurde beschlagnahmt.

Ihre Polizei rät:
Vorsicht bei der Online-Liebe: Sagen Sie "Nein", wenn Onlinepartner Geld fordern! Fragen Sie im Zweifel die Polizei. Ihre Fragen werden vertraulich behandelt! Im Internet kann man sich nie sicher sein, dass der "Partner" seine Identität täuscht und Absichten vortäuscht!

Wie Sie "Romance-" oder "Love-Scammer" im Netz erkennen, wie ihre Sprache ist und was Sie tun können, wenn Sie "gescammt" wurden, finden Sie in den Infos unter:
www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/rat-und-hilfe.html
 

Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Göttingen
Presse-/Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0551/491-2017
Fax: 0551/491-2301
E-Mail: pressestelle@pi-goe.polizei.niedersachsen.de
http://www.pi-goe.polizei-nds.de