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Donnerstag, 6. Juni 2013

IC3 Abzocker Harald Gietmann mit neuer Firma Eccona Vision wieder auf Raubzug

Vor kurzem wurde die IC3 Unternehmensberatungs GmbH wegen mangels Masse von Amts wegen aufgelöst. Nun ist Harald Gietmann wieder auf Opfersuche Investorensuche mit der Eccona Vision GmbH. Geschäftsfeld  "Erneuerbare Energien", was das bedeutet weiß jeder der sich mit der Materie  auseinander gesetzt hat, also nichts Gutes.....

Harald Gietmann

Zitate aus dem SI:

Da ja die Staatsanwaltschaft München endlich offiziell wegen Betrug gegen die IC3 Betreiber ermittelt, dürfte es auch Interessant sein was der Harald Gietmann jetzt so macht.

Hier mal die Eckdaten:

Handelsregisterveröffentlichung vom 14.11.2012 12:00:00
Gericht Amtsgericht München
Aktenzeichen HRB 189625
Art Veränderungen
Datum 09.11.2012
Inhalt Pro - Vision GmbH, Unterschleißheim, Landkreis München, Mistralstraße 21, 85716 Unterschleißheim. Die Gesellschafterversammlung vom 06.11.2012 hat die Satzung neu gefasst. Dabei wurde geändert: Firma, Sitz, Gegenstand. Neue Firma: Eccona Vision GmbH. Neuer Sitz: Feldkirchen, Landkreis München. Geschäftsanschrift: Mondstraße 2-4, 85622 Feldkirchen. Neuer Unternehmensgegenstand: Vermittlung von KG- und Unternehmensbeteiligungen, Durchführung von Schulungen und Seminaren aller Art, Erwerb und Vermietung von Immobilien, Verwaltung eigenen Vermögens sowie die Realisierung von Umweltschutzprojekten, insbesondere in der Form der Konzeption, des Kaufs, der Errichtung, der Verwaltung und/bzw. Betriebes von regenerativen Energieerzeugungsanlagen. Ausgeschieden: Geschäftsführer: Kreil, Florian, Unterschleißheim, *XX.XX.XXXX. Bestellt: Geschäftsführer: Gietmann, Harald, München, *XX.XX.XXXX, einzelvertretungsberechtigt; mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Hinweis Geburtsdaten wurden aus Datenschutzgründen durch *XX.XX.XXXX ersetzt.
Personen Florian Kreil, Harald Gietmann
http://peoplecheck.de/handelsregister/BY-HRB_189625-643061

Der Name Gietmann bürgt ja nicht gerade für Seriosität, besonders bestätigt wird das Aktuell durch die Ermittlungen zu der IC3 Abzocke und auch anderen Tätigkeiten aus der Vergangenheit. Jetzt agiert er wieder in einem (Risiko) Gewerbe, wo Anleger mit hohen Renditen gelockt werden und durch Beteiligungen an Blockheizkraftwerken, Biogasanlagen und andere arten von Erneuerbaren Energien sich an Projekte der Eccona Vision GmbH beteiligen können. Laut Angaben auf der Webseite in Bulgarien.

Hier mal die Webseite:

Ein Konzept mit Vision

Die eccona vision® plant, baut und verwaltet den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen, Windkraft- und Blockheizkraftwerken.
http://www.eccona-vision.com/eccona-vision/index.html


Impressum

eccona vision® gmbh
sustainable future economics
Mondstraße 2-4
85622 Feldkirchen b. München
Tel.: +49 89 96 012 787
Fax: +49 89 96 012 793
info@eccona-vision.com
Geschäftsführer: Harald Gietmann
USt-IdNr. DE275550763
Registernummer: HRB 189625
Registergericht: Amtsgericht München
Inhaltlich Verantwortlichen gemäß § 55 Abs. 2 Rundfunkstaatsvertrag:
Harald Gietmann

Nun findet man schon die ersten Warnungen als Riskante Geldanlage im Internet:

Riskante Geldanlage

Die Firma „Quartum GmbH“ aus Berlin bietet mir eine Geldanlage bei der „Eccona Vision“. Da sind 7 % Zinsen garantiert. Das ist sehr lukrativ, aber eventuell doch zu risikoreich?

Das Risiko ist schwer absehbar. Auffällig sind zunächst die hohen Zinsen. Mit sicheren Papieren sind bei den genannten Laufzeiten derzeit am Kapitalmarkt allenfalls 1 bis 2 % drin. Wo so viel mehr geboten wird, muss das Risiko höher sein. So auch hier: Der Anleger erfährt nicht wirklich, was mit seinem Geld passiert. Was ist die Unternehmenstätigkeit? Wie will Eccona Gewinne erwirtschaften? Wie war der bisherige Geschäftsverlauf? Zu all dem steht im Prospekt nichts, lediglich der kryptische Hinweis: „Unternehmensgegenstand ist die Realisierung von Umweltschutzprojekten insbesondere von regenerativen Energieerzeugungsanlagen“. Noch pauschaler geht es kaum. Was genau ist gemeint? Windkraft, Solarenergie, Biogas, Wasserkraft? Eccona legt keinerlei Berechnung vor über konkrete Projekte und deren Wirtschaftlichkeit. Stattdessen der Furcht einflößende Hinweis: „Eccona ist berechtigt, die vorhandene Liquidität ohne Zustimmung des Darlehensgebers auf dem Kapitalmarkt anzulegen.“ Kein Wort, in welche Papiere Ihr Geld fließen könnte. Nach dem Wortlaut dieser Klausel könnte die Firma wild mit Ihrem Geld spekulieren, im Extremfall die komplette Summe am grauen Kapitalmarkt verzocken.

Diese Sorge scheint nicht unbegründet, denn in der Präambel zum Prospekt steht deutlich, dass Sie Ihr Geld eventuell nie wiedersehen: „Sonach hat der Darlehensgeber keinen unbedingten Rückzahlungsanspruch hinsichtlich des Darlehensbetrages.
“ Und auch die Zinszahlungen gibt es nur, wenn das monatliche Geschäftsergebnis es erlaubt und Eccona ausreichend flüssig ist. Auffällig ist auch die Darlehensgebühr. Wieso muss Eccona 3 % einbehalten? Ein Grund dafür wird nicht genannt.

Und schließlich: Welche Sicherheiten bietet Eccona? Der Anleger gibt der Firma ein partiarisches Darlehen. Dabei steht im Falle einer Insolvenz die gesamte Anlagesumme im Nachrang. Alle anderen Forderungen gehen vor, auch die von künftigen Gläubigern. Das partiarische Darlehen hat für Eccona den Vorteil, dass kein förmlicher Verkaufsprospekt vorgelegt werden muss, in dem die Firma auf die Risiken der Anlage hinweisen muss. Noch weniger Sicherheit geht kaum.

Michael Bruns (05.04.2013)
 http://www.wochenblatt.com/service/frage-und-antwort/eintraege/?no_cache=1&tx_kwifaq_pi1

 Handelsregisterveröffentlichung vom 30.04.2013 12:00:00
Gericht Amtsgericht München
Aktenzeichen HRB 164553
Art Veränderungen
Datum 25.04.2013
Inhalt IC3 Unternehmensberatung GmbH, München, Grafinger Str. 6, 81671 München. Die Liquidatoren vertreten gemeinsam. Geändert, nun: Liquidator: Gietmann, Harald, Grasbrunn, *XX.XX.XXXX. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts München (Az. 1500 IN 1872/12) vom 08.11.2012 ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft mangels Masse abgelehnt. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen eingetragen nach § 65 GmbHG.
Hinweis Geburtsdaten wurden aus Datenschutzgründen durch *XX.XX.XXXX ersetzt.
Personen Harald Gietmann
 http://peoplecheck.de/handelsregister/BY-HRB_164553-687365#


>>>  IC3 Unternehmensberatung GmbH & IC Consulting Harald Gietmann

Update

Die Firma „Quartum GmbH“ aus Berlin teilte uns mit:

Geehrte Damen und Herren,

ohne Ihre Aussagen über die Eccona-Vision/Gietmann zu kommentieren haben wir uns entschlossen, mit Wirkung vom 13.12.2013 ,als Finanzdienstleitungsunternehmen die Beratung-Vermittlungsaktivitäten von eccona-Vision-Produkten einzustellen. Die Vermittlung stellte sich eh aus Fruchtlos heraus und trotz einer Vermittlungsvereinbarung es zur keiner Vermittlung /Provisionszahlung gekommen ist. Wir bitten Sie Dieses zur Kenntnis zu nehmen.

Samstag, 6. Oktober 2012

GFE Nürnberg - Zündende Idee oder bandenmäßiger Betrug?

Westerheimer Germanite in Betrugsprozess angeklagt: Firma versprach besondere Blockheizkraftwerke

 Westerheim Guido K., ein so genannter „Germanite“ aus Westerheim, ist einer von 13 Angeklagten in einem großen Betrugsprozess, der derzeit in Nürnberg verhandelt. Das Gericht hat unter anderem zu klären, ob die Firma GfE, deren Vertriebsleiter Guido K. war, Kunden Blockheizkraftwerke versprach, die es gar nicht gab.

Die GfE, die Nürnberger „Gesellschaft zur Förderung Erneuerbarer Energien“mit Sitzen in Tschechien, Spanien, Montenegro, der Schweiz und weiteren Ländern behauptete: Ihre mit Pflanzenöl betriebenen Blockheizkraftwerke (BHKW) würden 30-prozentige Jahresrenditen abwerfen. Für die Nürnberger Staatsanwaltschaft glatt bandenmäßiger Betrug. Denn die Ankläger sagen: Von 1547 per Vertrag gekauften BHKW mit Pflanzenölantrieb, „Energy-Saving-System ESS“ und versprochenem Umwandlungsgrad von 75 Prozent Öl in Strom habe es noch nicht einmal einen einzigen funktionierenden Prototypen gegeben. Deshalb sitzen zurzeit 13 führende Ex-GfE-ler vor der 12.Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth.

Doch die GfE, war wohl nicht die einzige Firma, die sich das Image von Ökoenergie zu Nutze machte, um schwer durchschaubare Produkte an Mann und Frau zu bringen. Auch in Schwaben sind ähnlich arbeitende Unternehmen aktiv. Die Stuttgarter „Erste MAI GmbH“ (EMG) zum Beispiel. Die hat nichts mit dem Tag der Arbeit zu tun: Das Kürzel MAI bedeutet „Erste Mission für Autarkie und Innovation“. EMG wurde bereits 2010 vom Fernsehsender ZDF in einem Atemzug mit GfE genannt.

Auch die Stuttgarter Firma hatte ein BHKW im Angebot. Viele Käufer haben etwa 40 000 Euro per Vorkasse bezahlt. Doch von funktionierenden Blockheizkraftwerken war nicht viel zu sehen. Weshalb am 28. Juli 2011 mehrere führende EMGler – Geschäftsführer, Ideengeber, Leitende Mitarbeiter – kurzzeitig im Untersuchungsgefängnis landeten. Der Vorwurf wie bei GfE: bandenmäßiger Betrug. Neben der „Ersten“ gibt es bis heute übrigens eine „Zweite MAI GmbH“, die aber seit Ende 2010 Eurokraftwerk GmbH heißt. Die handelnden Personen sind jeweils die gleichen. Und „derzeit umstrukturiert“ wird die „DBE Deutsche Bio Energie Genossenschaft e.G.“, mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen. Das erläutert ein DBE-Vertriebler unserer Redaktion. Bis November 2010 verkaufte der Mann GfE-BHKW. Danach erlag er wohl den Verlockungen eines DBE-Jobangebots.

DBE suchte im März 2011 „für ihren Vertrieb ab sofort Mitarbeiter. Eine neue und diesmal zukunftssichere Verdienstmöglichkeit“ sei zu erwarten mit „bis zu 7,5 Prozent Provision plus zehn Jahre lang 50 Prozent Folgeprovision von der Abschlussprovision. Der Kunde erhält eine Rendite von 12 Prozent im Jahr, plus eventuell Überschüsse“, steht in einer Mail, die uns vorliegt. Absender ist übrigens ausgerechnet einer jener GFE-Vertriebschefs, die zurzeit in Nürnberg auf der Anklagebank sitzen.

Heute erklärt der Mann aus Alesheim in Franken am Telefon: „Ich bin schon ein dreiviertel Jahr nicht mehr für DBE tätig.“ Für uns gar nicht zu erreichen ist die Führungsriege der DBE. Nach dessen im Handelsregister eingetragenen Geschäftsführer sucht seit Juni auch die Bußgeldstelle des Landkreises Wesel in Nordrhein-Westfalen.

Wie berichtet, wurde vor etwa einer Woche der „Außenminister“ des mitten in Deutschland lebenden „indigenen Volkes der Germaniten“ in Westerheim verhaftet. Auch wenn er – wie alle Germaniten – Justiz und sonstige Organe der Bundesrepublik kategorisch ablehnt: „Er hat uns die Hand darauf gegeben“, sich vor Gericht nicht auf seine „diplomatische Immunität“ zu stützen, erklären seine zwei Pflichtverteidiger.

Karl M., ebenfalls in Nürnberg angeklagt, will dagegen kein Germanit mehr sein. Er fühle sich „von denen getäuscht“, lässt er seine beigeordnete Anwältin mitteilen. Dabei hatte sich M. Anfang August bei der Einreise am Münchner Flughafen durch Vorzeigen eines „Germaniten“-Diplomatenpasses der Verhaftung durch die Bundespolizei entziehen wollen. Und noch bis Anfang September prangte in Schwanstetten an einem von ihm und seiner Lebensgefährtin bis dahin gemeinsam betriebenen Gasthof ein Schild, das diesen als „Diplomatische Mission des Staates Germanitien“ ausweist. In Westerheim befindet sich ebenfalls eine „Botschaft“ der Germaniten.

Doch eigentlich ist Karl M. kein Gastwirt, sondern Autoschlossermeister. Und maßgeblicher Entwickler der GfE-Wundermaschine, eines mit viel Wasser und wenig Pflanzenöl gespeisten BHKW. Dieses sollte aus 0,114 Litern Biospriteinsatz eine Kilowattstunde (kWh ) Strom erzeugen, war den Kunden versprochen worden. „In einem Langfrist-Projekt gab es das Ziel von weniger als 0,05Liter pro kWh“, gab Horst K. vor dem Landgericht preis, einer der beiden GfE-Chefs. Das wäre ein elektrischer Wirkungsgrad von weit über 100 Prozent nach heutigem Stand der Energietechnik.

Bleibt abzuwarten, was in den nächsten 25 geplanten Verhandlungstagen herauskommt. Das Gericht muss einiges klären: Wollten die Angeklagten und weitere 39 Beschuldigte wirklich Blockheizkraftwerke produzieren, die nach heutigem Stand der Technik unmöglich hohe Wirkungsgrade und Renditen aufwiesen? Oder verkauften sie bewusst etwas, was es gar nicht gab? Das behauptet die Staatsanwaltschaft nach fast zwei Jahren Ermittlungen auf ihrer 55-seitigen Anklageschrift.

Orig. Quelle:  http://www.schwaebische.de/region/biberach-ulm/laichingen/rund-um-laichingen_artikel,-Zuendende-Idee-oder-bandenmaessiger-Betrug-_arid,5327575.html