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Sonntag, 28. April 2013

Der Mann hinter Lyoness

Die Firma Lyoness bezeichnet sich als Einkaufsgemeinschaft, steht aber unter dringendem Verdacht, ein Pyramidenspiel zu sein. Nach den "Report"-Berichten von November 2012 haben sich Dutzende Geschädigte in der Redaktion gemeldet. Sie wollen sich zusammenschließen und gemeinsam um ihr Recht kämpfen - die Behörden ermitteln weiter. Eva Maria Kaiser begibt sich auf die Spuren des Firmengründers Hubert Freidl. Der Steirer ist schon vor Lyoness mit umstrittenen Geschäftsmodellen aufgefallen.


Zum Video - Report auf ORF >>> http://tvthek.orf.at/programs/1310-Report/episodes/5803869-Report/5803879-Der-Mann-hinter-Lyoness

Samstag, 27. April 2013

1. Lyoness Geschädigten Treffen am Samstag 27.04.2013 um 14.00 Uhr in der Steiermark

Wir wiesen bereits vor wenigen Tagen auf die Ereignisse, bzw. die Anzeigen und Ermittlungen gegen Lyoness hin >>> Anzeigen und Ermittlungen gegen Lyoness - Treffpunkt für Lyoness Geschädigte    

Nun findet ein  Lyoness Geschädigten Treffen statt!

Samstag! Lyoness Geschädigte treffen sich - 27.04.2013


Informationen - Daten - Fakten
BERATERHAFTUNG  / KLAGEN

Podiumsgäste - NR Gerhard Huber, RA Mag. Eric Breiteneder, Obmann Eckart Passler, RA Mag. Sabine Schweighofer, Bernhard Wagner, Günther Kreuzer, uem....

Ort: 8462 Gamlitz, Eckberger Weinstrasse 32, Schloss Gamlitz
Zeit: Samstag 27.04.2013, 14:00 Uhr


Die Teilnahme ist kostenlost!
Jeder kann kommen!

Bitte um kurze Anmeldung unter info@plattform-lyoness.at
Wir freuen uns über Ihr kommen!
Vielen herzlichen Dank!

>>> http://plattform-lyoness.at



Noch ein aktueller Artikel auf Kurier.at!


Neukunden-Fang mit Millionen-Aufwand

Sachverständiger beanstandet Provisionssystem und fragwürdige Veranlagung.

Die Einkaufsgemeinschaft Lyoness (weltweit 2,7 Millionen Mitglieder) hat mächtig Ärger am Hals. Im Ermittlungsverfahren (Aktenzahl 14 St 17/12m) prüft die Wirtschafts- und Korruptions-staatsanwaltschaft (WKStA) den Verdacht des Betruges und eines Pyramidenspieles. Im Mittelpunkt steht ein undurchsichtiges Gutschein-Rabatt-System bei Einkäufen in Partnerunternehmen, das vor allem von der Neuanwerbung von Kunden lebt.


„Unsere Wirtschaftsexperten prüfen das gerade und werden eine Fachexpertise abgeben“, sagt Staatsanwalt Erich Mayer zum KURIER. Dabei liegt schon viel Munition auf dem Tisch. „Die Funktionsweise der Vergütungsarten ist kompliziert ausgestaltet und für den gewöhnlichen Durchschnittsmenschen kaum verständlich“, heißt es im Sachverständigengutachten von Karl Hengstberger. Er wurde von der WKStA engagiert, um mutmaßliche „Veranlagungen in Werbekampagnen“ von Lyoness nach Verstößen gegen das Kapitalmarktgesetz zu untersuchen.

Denn: Lyoness hat in den Jahren 2008 und 2009 laut Aktenlage bis zu 28,5 Millionen Euro bei ihren Mitgliedern eingesammelt, um spezielle „Werbekampagnen“ u. a. in Österreich, Ungarn, und in der Slowakei zu finanzieren. Allein in Österreich sollen laut Hengstberger bis zu 13,5 Millionen Euro aufgestellt worden sein, um 450.000 Neukunden zu werben. Für ihr Investment sollten die Lyoness-Mitglieder dann vom Neukundenstock Umsatz-Provisionen und Boni erhalten. Hengstberger ortet dabei einen Haken: Bei einem Misserfolg der Werbekampagne „ist der Verlust des eingesetzten Kapitals der Teilnehmer zwingend“.

Auch hätte Lyoness für diese „Veranlagungen“ einen Kapitalmarktprospekt erstellen müssen. Den gab es aber nicht, damit ist die WKStA am Zug. Der Sachverständige weist aber auch darauf hin, dass die „Werbekampagne Österreich“ laut Lyoness-Unterlagen nur vier Millionen Euro gekostet hätte. „Die Kosten der Werbekampagne sind durch das aufgebrachte Kapital (13,5 Millionen Euro, Anm.) mehrfach gedeckt“, stellt er fest.

Indes sagt Lyoness-Sprecher Mathias Vorbach, dass man das Hengstberger-Gutachten zur Kenntnis nehme, aber Lyoness nach wie vor der Ansicht sei, dass es sich bei der Finanzierung der Werbekampagnen um „keine prospektpflichtigen Veranlagungen gehandelt hat“. Der Verdacht des Betruges und des Pyramidenspieles wird zurückgewiesen.

Orig. Artikel >>> http://kurier.at/wirtschaft/unternehmen/neukunden-fang-mit-millionen-aufwand/10.094.987

Samstag, 20. April 2013

Lyoness: Auch FMA ermittelt gegen Rabatt-Strukturvertrieb

Exklusiv. Lyoness kommt nicht zur Ruhe: Der Staatsanwalt ermittelt. Die FMA regte ausdrücklich an, dass Ermittlungen auf Verdacht des Betruges ausgweitet werden sollen.


Wien. Der rasch gewachsene Rabatt-Strukturvertrieb Lyoness kommt nicht aus dem Schussfeld der Behörden. Wie Teile des Ermittlungsakts zeigen, hat die FMA ob eines Amtshilfeersuchens der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) auch Interesse an dem Fall angemeldet.

Weiters: Die für Investments in die Einkaufsgemeinschaft „verwendeten Formulierungen“ sollen „in vielen Belangen von der österreichischen Marktpraxis seriöser Emittenten“ abweichen, schreibt die FMA: „Die FMA kann daher einen Verdacht auf die Begehung von Straftaten gem §§ 146 ff StGB (Betrug, Anm.) nicht ausschließen und regt an, die Ermittlungen dahingehend auszuweiten bzw. weiterzuführen“, heißt es in dem Brief an die WKStA, die seit Beginn des Verfahrens (14St5/ 11w) wegen des Verdachts des Betrugs und Pyramidenspiel ermittelt. Auf Nachfrage bestätigt die FMA ein Verfahren, in dem es darum geht, ob Lyoness Konzessionen nach dem Zahlungsdienste-  bzw. Bankwesengesetz benötigt.

Wie berichtet, streitet sich Lyoness (auch vor Gericht) mit Verbrauchern wegen – vereinfacht – Investments bzw. Einzahlungen in das Rabattstrukturvertriebs-System.  Die Verbraucher rügen, dass sie nicht wie in Aussicht gestellt verdient hätten, wenngleich andere, die sich zuerst beschwerten, doch Gewinn gemacht haben. Die Streitigkeiten betreffen einfache Rabattkarteninhaber nicht.

Anlässlich der Ermittlungen wurde auch Lyoness-Chef Hubert Freidl von der WKStA einvernommen. Im vorliegenden Protokoll steht, wie sich der Handelsschul-Absolvent hinaufgearbeitet hat: Nach einem Job bei einer Versicherung gründete er 1993 seine erste Firma und war im Autohandel tätig. 1995 beschäftigte er sich mit dem Handel von Nahrungsergänzungsmittel, ehe er 1996 erstmals mit einem Bonuskartensystem zu tun hatte. In dieser Zeit tauchte auch der spätere Lyoness-Mitstreiter P. auf – jener Mann, der 2012 wegen Untreue und Geldwäscherei verurteilt worden war, weil er und ein weiterer Manager Lyoness-Italien um 1,5 Millionen € „erleichtert“ hatte.

Freidl beschrieb, wie er aus dem Vertrieb Galvagin ausstieg,  Tausende Mitarbeiter und Kunden übernahm und dann 2003 Lyoness in der Schweiz gründete (derzeit plant man die Rückkehr nach Österreich, Anm.). Wer damals als Investoren neben Freidl (damals zehn Prozent) noch mit im Boot saßen, wollte er nicht sagen. Nach dem Tod des Hauptgesellschafters gehören Freidl nun 100 Prozent der Lyoness International AG.

>>> http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/1389763/Lyoness_Auch-die-FMAermittelt