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Dienstag, 19. Mai 2015

Marketing Terminal GmbH – Wie ein deutsches Schneeballsystem per Insolvenz abgewickelt wird!



Vor fast zwei Jahren warb Marketing Terminal noch mit Worten, wie „Geheimtipp“ und „ähnlich wie Bannersbroker, aber deutsches Unternehmen“. Da Bannersbroker damals schon als Ponzi ins Kreuzfeuer der Behörden geriet und dieses Ponzi allmählich kollabierte, hatten wir mit unserem ersten Artikel darauf hingewiesen, dass, obwohl ein deutsches Unternehmen, es sehr verdächtig nach Schneeballsystem aussah, wenn man sich die Gewinnmargen angesehen hatte. Den Rest der Geschichte kennen wir ja. Hier nochmal die Timeline unserer Artikel auf Cafe4eck, die den ganzen Werdegang bis heute aufzeigt:

Sonntag, 16. Juni 2013

MarketingTerminal.de , geheimtip24.de - Marketing Terminal Ltd. Meik Frankenhauser, Weitnau, ähnlich wie Bannersbroker

Donnerstag, 29. Mai 2014

Marketing Terminal Ltd. vor dem Aus? – BAFIN und Staatsanwaltschaft ermitteln, Morddrohungen und halbierte Gewinne

Montag, 28. Juli 2014 

Marketing Terminal Ltd. beziffert die finanzielle Schadenssumme auf 10 Millionen (10.000.000) Euro ausgelöst durch BAFIN und die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen! Wer soll das glauben?

Freitag, 10. Oktober 2014 

Meik Frankenhauser – Chef von Marketing Terminal - in U-Haft ! Das bittere Ende eines Schneeballsystems „Made in Germany

Freitag, 18. Oktober 2014

Das Schneeballsystem von Meik Frankenhauser (Marketing Terminal GmbH) lässt Anlegerschutz-Anwälte die Hände reiben und Presseleute die Finger wund schreiben 

Nun fast zwei Jahre später, sind die Drahtzieher, darunter auch der Chef von Marketing Terminal Meik Frankenhauser, in U-haft und warten auf ihren Strafprozess. Wann der beginnt, wissen wir noch nicht aber nun wurden alle ermittelten MT-Teilnehmer vom Gericht bestellten Marketing Terminal Insolvenz Verwalter angeschrieben, mit der Aufforderung, Ihre Ansprüche bis Mitte Juli geltend zu machen. Ende Juli gibt es dann einen Termin beim Amtsgericht München, wo man selber anwesend sein kann. Vorausgesetzt, man hat sich als Gläubiger mit seinen Ansprüchen legitimiert. Nachfolgend stelle ich nun sämtliche Dokumente dieses Vorgangs als Screens zur Verfügung. Denn es ist sehr selten, dass man so etwas offen finden kann. Bestimmte Bereiche wurden geschwärzt, um keine Rückschlüsse auf den MT Teilnehmer zuzulassen!


Insgesamt gibt es fast 10 Tausend Mitglieder von MT, die jetzt Ihre Ansprüche geltend machen können. Viele werden wohl darauf verzichten, denn es soll mindestens drei Jahre dauern und Vieles wird durch die Provisionszahlungen an den fleißigen Mittätern wohl verbraucht sein. Ob auch diese Personen von der Spitze der MT Pyramide noch belangt werden können ist fraglich, denn so wie es aussieht verstecken sich alle hinter dem Spruch: „Es sah doch alles ganz legal aus! Wer hätte das ahnen oder gar vermuten können?“.

Gespannt warten wir nun auf den kommenden Strafprozess, der hoffentlich auch ein Urteil zu Tage fördert, das ein starkes Signal setzt!

Samstag, 18. Oktober 2014

Das Schneeballsystem von Meik Frankenhauser (Marketing Terminal GmbH) lässt Anlegerschutz-Anwälte die Hände reiben und Presseleute die Finger wund schreiben

Die Presse und Anlegerschutz-Anwälte auf der Suche nach Geschädigten von Meik Frankenhauser
Seit der regionalen Pressemitteilung der Polizei Schwaben, die vor über einer Woche über ein kollabiertes Schneeballsystem berichtete, ohne Namen der Firma und auch der verhafteten Person zu nennen, ist nach und nach in den letzten Tagen das Interesse an dieser Schneeballsystem Story „Made in Germany“ stark gestiegen. Zuerst nannten wir von Cafe4eck Ross und Reiter, denn die Informationen aus dem Presseartikel der Polizei reichten aus, um 1 und 1 zusammenzuzählen. Siehe Artikel:

Freitag, 10. Oktober 2014 


Mittlerweile haben dann die Süddeutsche Zeitung und der Finanznachrichtendienst GoMoPa nachgezogen und die Story um das Betrugssystem Marketing Terminal aufgegriffen. Während in dem Artikel der Süddeutschen Zeitung eine Geschädigte zu Wort kam um aus ihrer Sicht zu beschreiben, wie man auf so eine Betrugsmasche überhaupt reinfallen konnte, hat GoMoPa die Vergangenheit von Meik Frankenhauser beleuchtet und detailliert die Entstehung von Marketing Terminal beschrieben, sowie das Geschäftsmodell ansich.


Nun findet man schon die ersten Anlegerschutz Anwälte, die seit vorgestern im Netz nach Geschädigten suchen, um ihre Interessen zu vertreten. Aktuell sind es Dr. Schulte und Partner, Dr. Stoll und Kollegen, so wie Dr. Klass, denn immerhin steht jetzt eine Insolvenz an und so hoffen natürlich viele Geschädigte, dass ein Teil der angeblichen 40 Millionen Euro, die Marketing Terminal GmbH eingenommen haben soll, noch von der Staatsanwaltschaft sichergestellt werden konnten. Die Staatsanwaltschaft verfügte ja Kontensperrungen und Beschlagnahmungen von Luxusgütern. Was da im Endeffekt an verwertbaren Finanzen und Gütern übrig bleibt wird man sehen. Noch gibt es da keine Hinweise, wie viel da nun an Werten sichergestellt wurde, denn dies wird wohl erst mit der Insolvenz bekannt werden.

Anwalt24.de akquiriert als erster mit folgenden Artikeln und Hinweisen Geschädigte und so ist auch hier einiges zu erfahren, wobei man noch vermutet, dass es ja wirklich echte Werbekunden gab und noch gibt, die Marketing Terminal für ihre angebotenen Werbekonzepte Gelder bezahlt haben. 

Zitat:

Dazu Rechtsanwalt Dr. Klass, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus München: "Natürlich wird es ein Insolvenzverfahren geben, da es offene Forderungen gegenüber einer eingetragenen Gesellschaft gibt. Ziel ist es die Gläubiger mit den vorhandenen Geld- und Kapitalwerten möglichst schadlos zu halten!" Nicht uninteressant ist dabei für den Münchner Experten, dass auch laufende Einnahmen und zukünftige Einnahmen sowie "elektronische Werte" wie Websites oder Programmierungen zur Insolvenzmasse zählen dürften. Klass: "Das System ist zwar undurchsichtig, aber wenn es Erträge aus Affiliate-Marketing gab, dann sollten diese auch weiterfließen, um den Schaden der Geldgeber zu verkleinern!"
http://www.anwalt24.de/beitraege-news/fachartikel/marketing-terminal-gmbh-moegliche-insolvenz-schon-seit-1-oktober-ein-thema



Wir von Cafe4eck sehen das etwas anders. War es doch von Anfang an ersichtlich, dass es niemals echte Werbekunden geben konnte, die solche Renditen von 100% für vier Monate bis zu 860% pro Jahr möglich machen könnten. Ich wiederhole es immer wieder gerne: Die eierlegende Wollmilchsau ist eine Fiktion aus dem Reich der Fabeln und Mythen. Obwohl viele Marketing Terminal Partner (Mittäter), die dafür gesorgt haben, dass genug zahlende Kundschaft mit in das System einstiegen, schon die Mär von der eierlegenden Wollmichsau zur Passion haben werden lassen. Denn die haben sich ja enorm bereichert und bei einer anfänglichen Einlage von z.B. 5.000 € nach vier Monaten 10.000 € bekamen. Als Beispiel sei mal dieser MT Jünger Arne Mahn mit seiner Webseite online-income.de herangezogen, der fast ausschließlich nur offensichtliche Schneeballprogramme bewirbt (MyAdvertisingPays, Frei-Tanken.com usw.):

Zitat Arne Mahn:

Für das letzte Paket, was ich gekauft habe, hab ich 5.000 Euro bezahlt. Nachdem die Laufzeit von 120 Tagen vorbei war – das war letzte Woche – hab ich 10.000 Euro überwiesen bekommen. Direkt auf mein Giro-Konto. Ohne Umwege.

Kontoauszug von Arne Mahn einem Marketing Terminal Nutznießer!
http://online-income.de/10-000-euro-marketing-terminal/

Wenn man sich die Informationen auf dieser Webseite genauer ansieht, dann ist für mich eines ganz klar, hier ist kein Networker am arbeiten, sondern ein Mittäter und diese Menschen sind mit Schuld daran, dass solche Schneeballsysteme überhaupt funktionieren können. Da gibt es aus unserer Sicht auch kein Wenn und Aber! Diese Menschen müssen auch endlich mal zur Verantwortung gezogen werden, denn sonst wird sich nie was ändern. Wie ich geschrieben habe, der Arne Mahn ist nur ein Beispiel von vielen, der sich mit Marketing Terminal bereichert hat, denn es gab ja auch anfänglich jede Menge an Kopfgeldern, die dann an solche willigen Helfer mit Vorliebe ausbezahlt wurden. Letzter Stand der MT Teilnehmer waren ja über 50 Tausend, wobei nur die fleißigsten richtig belohnt und bei Auszahlungen vorgezogen wurden. Denn es ist ja rechnerisch bei einem Schneeballsystem nur logisch, die, welche am meisten Umsatz/Einnahmen generieren, die honoriert man auch mit dem schnellen Geld. Nur so bekommt man dann auch eine positive Reputation, die von solchen fragwürdigen Vertriebsprofis im Internet überall platziert wird.

Rattenfänger Werbung!

Ende Juni wurde noch fleißig von Arne Mahn geworben!

Man kann wirklich nur hoffen, dass die vielen Nutznießer dieses Marketing Terminal Betrugssystems, nicht auch noch als Geschädigte betrachtet werden und man bei der Kripo Kempten unterscheiden wird, wer wirklich geschädigt wurde und wer Mittäter ist. Folgendes Zitat lässt da ein wenig Hoffnung aufkommen, dass die Justiz endlich mal ein Exempel statuieren wird:

Zitat:

Nach Lage der Dinge wird über die kriminelle Firma zunächst ein Insolvenzverfahren eröffnet. Forderungen müssen dann (entweder in Eigenregie oder über einen Anwalt) zu gegebener Zeit an den Insolvenzverwalter herangetragen, begründet und belegt werden. Alle Geschädigte, die mehr als 5.000 Euro investiert haben, werden außerdem von der Polizei angeschrieben und erhalten einen Anhörungsbogen. Diese Personen sollten die Fragen beantworten und den Anhörungsbogen sodann zurücksenden.

http://www.forum-anlegerschutz.de/warnungen/99-schneeballsystem

Spiegel TV ist auch interessiert, diese Story zu verarbeiten und so erreichte uns auch eine Presseanfrage, die wir beantwortet haben. Die hier schon mehrmals zitierte Quelle forum-anlegerschutz.de hat auch eine Meldung für Spiegel TV veröffentlicht, in der Geschädigte gesucht werden. Da wir auch jede Menge Leser und eine sehr gute Verbreitung durch Google und Co haben, zitiere ich diesen Aufruf:

Zitat:

Spiegel TV sucht Betroffene für Interviews
Es wird darauf hingewiesen, dass aktuell Spiegel TV Geschädigte sucht, die ihre Geschichte vor der Kamera erzählen möchten. Interessierte können sich an Herrn David Peuyn wenden (Tel: 040 30108-554, Mobil 0151 43890988)
.
http://www.forum-anlegerschutz.de/marketing-terminal-gmbh

Zu guter Letzt: Klar, es gibt jede Menge Gerüchte, dass angeblich kaum noch Gelder auf den Konten vorhanden seien und neben dem Teil der Gelder, den man an die obere Spitze der MT Pyramide ja auch ausbezahlt hatte, doch noch große Summen von Meik Frankenhauser beiseite geschafft wurden. Ein Gerücht, das wir auf Cafe4eck wegen Namensnennung und genauer Ortsangabe gelöscht haben, besagt, es solle ein vielfacher Millionen-Betrag in Weitnau vergraben worden sein! Na ja wir werden jedenfalls uns nicht an solchen Gerüchten beteiligen und raten nur jedem Mitwisser, sich an die Kripo Kempten zu wenden.

Samstag, 8. März 2014

Abzocke Banners Broker – Isel of Man Gericht sperrt alle irischen Konten und leitet Insolvenz ein

Banners Broker - Ende eines weltweiten Ponzi Schema

Eigentlich war es von Anfang an klar, das kann nicht gut gehen. Ob und inwieweit da in den letzten 2 Jahren auch deutsche Networker Geld verdienen konnten, kann ich nicht sagen und wenn dann nur auf Kosten anderer. Denn solche Ponzi Systeme leben davon durch Schaden anderer, ein großen Teil der Einnahmen an die Spitze der Pyramide zu schieben. Das dürfte aber laut der neuen Hiobsbotschaften vom Obtainer Magazin nun endgültig vorbei sein.

Die aktuelle News erschien auf dem Obtainer Magazin, die ich hier in aller Kürze zitiere:

Banners Broker, das seit seiner Gründung 2012 einen dubiosen Eindruck machte, scheint so viel Geld abgeschöpft zu haben, wie nur eben ging, denn ein Gericht auf der Isle of Man sperrte vor wenigen Tagen die irischen Konten und damit verbundene Werte des Unternehmens. Außerdem bestellte das Gericht zwei Insolvenzverwalter, die Licht in die Geschäftstätigkeit von Banners Broker bringen sollen und damit beauftragt wurden eventuell vorhandene Werte sicherzustellen, mit denen Gläubiger des Unternehmens und mehr als 12.000 irische Partner entschädigt werden sollen. Es scheint, als wäre Banners Broker nun tatsächlich am Ende. 

Eines ist aber sicher: Online-Werbemaschen scheinen eines der beliebtesten und am häufigsten auftretenden Betrugsmodelle zu sein. Auf den ersten Blick ist es überraschend, dass so viele Partner so viel Geld durch Banners Broker verloren haben. Wenn man aber bedenkt, dass es einfach menschlich ist zu denken, dass etwas „so Absurdes“ wie das Geschäftsmodell von Banners Broker einfach funktionieren sein muss, dann ist es in gewissem Maße verständlich, warum so viele auf das Unternehmen hereingefallen sind.
Um bei Obtainer Online den kompletten und ausführlichen Artikel lesen zu können, muss man sich kostenlos registrieren:

http://www.obtainer-online.com/news/de/banners-broker-am-ende.html 

Auf Cafe4eck war das Ponzi-System von Anfang an immer wieder ein Thema:

Bannersbroker - Neuauflage eines verkappten Schneeballsystems 

http://cafe4eck.blogspot.com/2013/01/bannersbroker-neuauflage-eines.html

Banners Broker – Game Over? 

http://cafe4eck.blogspot.com/2013/08/banners-broker-game-over.html


Freitag, 1. November 2013

Vom Milliardär zum Pleitier in Überschallgeschwindigkeit - Brasiliens Finanzblase 2.0

Finanzblase 2.0
Wie gerade das Handelsblatt berichtet ist der achtreichste Mensch der Welt Eike Batista in die Insolvenz geschlittert, und Brasilien in heller Aufruhr. Nun türmen sich 5,1 Milliarden Dollar an Schulden auf und die Gläubiger werden wohl einen sehr langen Prozess der Insolvenz durchmachen müssen. Die Finanzblase, auch gerne Finanzkrise genannt, scheint eben überall zu zerplatzen, wie es bei Seifenblasen halt gang und gebe ist. Das dieses künstliche Aufpusten irgendwann seine Grenzen erreicht hat, ist mit dem Zins und Zinsesszinssystem, was eh nur Geld aus dem nichts für Banken generiert eigentlich vorhersehbar. Die Gier allerdings und auch die Abgebrühtheit der weltweiten Protagonisten der Finanzbranche, werden nicht müde der Politik weiter einzureden, dass nur dieses kapitalistische System auch die Wirtschaft und Arbeitsplätze sichert. Ich kann nur vorhersagen, die nächsten Generationen werden es teuer bezahlen und unser Wirtschaftswunderzeitalter verfluchen. Spucken und ächten werden sie die Gründerväter des Kapitalismus, Gott sei Dank werde ich es nicht mehr erleben!

News Artikel:

In Rekordzeit kein Milliardär mehr

So schnell wie Eike Batista ist noch kein Milliardär abgestürzt. Der vor kurzem noch achtreichste Mensch der Welt ist endgültig pleite. Gläubiger können sich auf langes Insolvenzverfahren einstellen.

Eike Batista
São Paulo. Mit der Insolvenzerklärung des brasilianischen Ölkonzerns OGX können sich die Gläubiger darauf vorbereiten, dass sie noch lange auf ihr Geld warten müssen – im besten Fall. Denn die finanzielle Situation des Ölkonzerns prekär: Es sitzt auf Schulden in Höhe von insgesamt 5,1 Milliarden Dollar. Davon gehören 3,6 Milliarden Dollar ausländischen Bondhaltern. Das ist vor allem die Allianz-Tochter Pimco, der weltgrößte Anleihehändler, Mubadalla, der Investmentfonds Abu Dhabis sowie der Investmentfonds Blackrock aus den USA. 500 Millionen Dollar schuldet das Unternehmen seinen Zulieferern, der Rest staatlichen und privaten Banken sowie dem brasilianischen Staat in Form von Steuerkrediten. Auf den brasilianischen Finanzmärkten wird der Wert der noch dem Konzern gehörenden Förderlizenzen und -gerät auf rund 2,5 Milliarden Dollar geschätzt. Der Ölkonzern verfügt jedoch kaum über eine Einnahmequellen, weil sich alle der 120 Bohrlöcher als trocken oder kommerziell zu unergiebig erwiesen haben.
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Mehr Informationen und kompletter Artikel auf:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/koepfe/eike-batista-in-rekordzeit-kein-milliardaer-mehr/9015870.html

Dienstag, 3. September 2013

Ziami die dritte - Start unter neuem Namen - PRIVATE LABEL by LeTailor

 

Viele können sich sicherlich noch an die Abzocke mit Ziami - Maßhemden erinnern, die dann 2009 unter dem neuen Namen Masscouture zum 2. Mal gestartet sind.
Das Spiel aus der Ziami GmbH Insolvenz / Pleite wiederholte sich nach knapp 2,5 Jahren. Die selben Verantwortlichen wie zu Ziami Zeiten haben es genau so weit gebracht wie mit Ziami.
Keine Ware - Keine Provisionsauszahlungen - keine Garantien - keinen Käuferschutz!
Damals schüttelte man schon ungläubig die Köpfe, weil man annehmen musste, dass bei einigen Menschen Hopfen und Malz verloren sei, sich genau dort wieder zu engagieren, wo man sich kurz zuvor schon die Finger verbrannt hat.

Katarina Hantzidou hielt bei Ziami schon die Fahne bis zum bitteren Ende hoch (später ebenso mit FE.N), auch der Oberkeuler Oliver Bongert, der dann für Masscouture weiter keulte als wäre nie etwas gewesen, Olaf Berkhausen, etc. pp.


Nun ist aktuell eine Mail von den bekannten Ziami und Masscouture Lügner und Betrüger im Umlauf:

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 +++ Beta Phase beginnt – unser Pre-Launch startet JETZT!+++

 Am 15.9.2013 starten unsere großen Beta-Phasen. Beta 1,2 und 3. Es werden in kurzen Zeitabständen die einzelnen Beta Phasen eingeläutet. Jede Phase eröffnet mehr Möglichkeiten und ersetzt die vorherige. Es gilt, umso früher du dich registrierst umso günstiger ist es, denn Phase 1 ist günstiger als 2 und die wiederum als Phase 3. Die einzelnen Phasen sind kurzfristig und werden nie wieder angeboten. Denn das ist ein einmaliges Einführungsgeschenk an dich. Hier die einzelnen Phasen im Überblick:

 Private Label Beta Phase

 Phase 1 Phase 2 Phase 3


 Lizenzgebühr 99.- € 199.- € 999.- €


 Zahlungsweise einmalig halbjährlich jährlich

 Eigenes Etikett JA Ja Ja

 Subdomain Ja Ja Ja

 Webseite Ja Ja Ja

 Webseite frei gestalten nein Ja Ja

 Kundenregistration Ja Ja Ja

 Produkteinkauf nein Ja Ja

 Resellerregistration Ja Ja Ja

 MLM System nein nein Ja

 Online Preise editieren nein Ja Ja

 Designer Produkte nein 3000 Prod. 5000 Prod. (Rate to Made)

 Fashion TV Sponsoring nein nein Ja

 Boutique Store Konzept nein nein Ja

 (Die einzelnen Phasen gehen von 1 – 3 kurzfristig ohne Ankündigung über, alle Rechte werden automatisch übertragen. Beispiel. Wer sich in Phase 2 registriert zahlt weniger als wenn er sich erst in Phase 3 registriert, hat alle Rechte aus Phase 2 und erhält automatisch alle Rechte aus Phase 3)

 Pre-Launch startet - Der frühe Vogel fängt den Wurm

 Registriere dich gleich und du erhälst sofort deine Webseite von uns und kannst diese gleich für deine Interessenten (Kunde/Reseller) nutzen. Schon heute können sich deine Kunden und Reseller auf deiner Webseite registrieren. So verlierst du keine wertvolle Zeit und stehst optimal in den Startlöchern wenn es in Kürze los geht!

 Senke schon heute umsatzunabhängig deinen Einkaufspreis - einmaliges Angebot!

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 1) Empfehle 1 Reseller für unsere Pre-Launch Phase! (dieser muss sich auf deiner Webseite registrieren)

 Ab dann kaufst du jedes Maßhemd für 25.- € (29.90-€) und jeden Maßanzug für 119.- € (129.- €) ein.

 2) Empfehle 5 Reseller für unsere Pre-Launch Phase! (Registration auch auf deiner Webseite)

 Ab dann kaufst du jedes Maßhemd für 19,90.- € und jeden Maßanzug für 99.- € ein!

 Somit senkst du direkt zu Beginn deinen Einkaufspreis denn der Gewinn liegt ja bekanntlicherweise im Einkauf.

 Wir freuen uns auf Dich - lass uns gemeinsam jetzt auch in Deutschland eine neue Ära einläuten. Nichts wird so sein, wie es vorher war...

www.leTailor.de

 Konkret:
 Asiana Ltd.
 602,6/F,Tak Woo House,
 17-19 D'Aguilar Street,Central
 HONG KONG


Nun wird bereits im Vorfeld abgezockt, indem erstmal Lizenzgebühren fällig werden.

Bis jetzt ist von Hemden nach Maß auf der Webseite http://www.letailor.de noch nichts zu sehen , dafür aber Schuhe, Sonnenbrillen, Taschen und weiterer Krimskrams.

http://www.letailor.de und http://www.letailor.com haben identische Inhalte



WHOIS
Domain    letailor.de
Letzte Aktualisierung    21.08.2013
Domaininhaber:    Le Tailor Ltd.
Adresse:    602,6/F,Tak Woo House,17-19 D'Aguilar Street,Central
PLZ:    10000
Ort:    Hong Kong
Land:    HK
Administrativer Ansprechpartner
Name:    Rieke Müller
Organisation:    One.com A/S
Adresse:    Valentinskamp 24
PLZ:    20354
Ort:    Hamburg
Land:    DE
Bemerkungen:    Anfragen bitte nur via e-mail.


Domain name: letailor.com
Registrant:
  Asiana International Co. (ASIANAIN86880)
  602, 6/f, Tak Hoo House
  17 D'Aguilar Street Central
  Hong Kong, , 00852
  HK
Administrative and Technical contact:
  Master, Host (HM6761)
  One.com
  Kalvebod Brygge 24
 
  Copenhagen V, 1560
  DK
  hostmaster@one.com
  +45.46907100 Fax: +45.70205872

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Einmal Gauner immer Gauner - wir bleiben am Ball!

Freitag, 2. August 2013

Weitere Erfolge für GFE-Geschädigte. CLLB Rechtsanwälte prüfen Ansprüche. Verjährung droht zum Jahresende.

Mehr als zwei Jahre nach der Insolvenz der GFE Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien mbH bestätigt neben dem Landgericht Stuttgart nun auch das Landgericht Augsburg eine Schadensersatzpflicht des Anlagevermittlers. 

München, 31.07.2013 - Wie die auf Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte meldet, verlaufen auch noch mehr als zwei Jahre nach der Insolvenz der GFE Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien mbH die von Erwerbern von Blockheizkraftwerken der GFE anhängig gemachten Klagen gegen Anlageberater/Anlagevermittler erfolgreich. So bestätigte das Landgericht Stuttgart mit Urteil vom 22.05.2013 (rechtskräftig) einen Schadensersatzanspruch eines Erwerbers eines Blockheizkraftwerkes der GFE gegenüber der Anlagevermittlerin. Mit Urteil vom 25.07.2013 verurteilte nunmehr auch das Landgericht Augsburg einen Vermittler zum Schadensersatz, weil er seine Pflichten gegenüber dem Erwerber des Blockheizkraftwerkes nicht erfüllt habe. Neben dem bezahlten Kaufpreis sprach das Landgericht Augsburg dem von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte vertretenen Kläger auch die Finanzierungskosten zu.

Bereits in den Jahren 2011 und 2012 konnten durch die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte Urteile zu Gunsten von GFE-Anlegern erstritten werden. So hat beispielsweise am 14.10.2011 das Landgericht Landshut den Vermittler eines Blockheizkraftwerkes zum Schadensersatz verurteilt. Gegen dieses Urteil hat der Vermittler über seine Rechtsanwälte Berufung einlegen lassen. Mit Beschluss vom 20.01.2012 hat das Oberlandesgericht München die Berufung des Vermittlers zurückgewiesen und damit den Schadensersatzanspruch des Anlegers bestätigt.

Auch in weiteren von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte geführten Verfahren konnten zwischenzeitlich vor verschiedenen Gerichten rechtskräftige Urteile zu Gunsten der Anleger erstritten werden.

In Einzelfällen wurden auch Vergleiche mit den Beratern bzw. Vermittlern geschlossen. So wurde beispielsweise im Juni 2012 vor dem OLG München ein Vergleich mit einer Vermittlungsgesellschaft geschlossen, dem auf Seiten der Beklagten auch der Geschäftsführer persönlich beitrat. Danach verpflichteten sich die Vermittlungsgesellschaft und deren Geschäftsführer persönlich, 80 Prozent der Klageforderung an eine GFE-Anlegerin zu bezahlen.

"Die bisher ergangenen Entscheidungen zeigen, dass es nach wie vor sinnvoll ist, das Bestehen von Schadensersatzansprüchen gegen den Berater bzw. Vermittler von einer spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei überprüfen zu lassen", sagt Rechtsanwalt Steffen Liebl von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte. "Ausschlaggebend für das Bestehen eines Schadensersatzanspruches gegen den Berater oder Vermittler ist die konkrete Vermittlungs- bzw. Beratungssituation, die im Einzelfall aufgeklärt werden muss. In diesem Zusammenhang ist weiter zu beachten, dass möglicherweise eine Verjährung derartiger Ansprüche zum Ende des Jahres 2013 droht."

Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte rät deshalb allen geschädigten Erwerbern von Blockheizkraftwerken, die sich unzutreffend beraten fühlen, zeitnah eine spezialisierte Kanzlei aufzusuchen.

http://www.anwalt24.de/beitraege-news/fachartikel/weitere-erfolge-fuer-gfe-geschaedigte-cllb-rechtsanwaelte-pruefen-ansprueche-verjaehrung-droht-zum-jahresende

Freitag, 31. Mai 2013

Der (fiktive) Überflieger des Jahres 2013, die Labbyon AG aus Berlin, ist pleite! Sorry, insolvent natürlich!

Statt vieler Worte nur ein Auszug aus dem Unternehmensregister, gerade mal eine Woche alt:


Amtsgericht Charlottenburg, Aktenzeichen: 36l IN 2090/13


In dem Verfahren über den Antrag d.
Labbyon AG, Berliner Allee 255, 13088 Berlin, vertreten durch die Vorstände Christian Paetsch, und Steffen Ramlow, 
Register-Nr.: HRB 142877 
- Schuldnerin - 
auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen 
Beschluss:
Zur Verhinderung nachteiliger Veränderungen in der Vermögenslage der Schuldnerin bis zur Entscheidung über den Antrag wird am 23.05.2013 um 10:00 Uhr angeordnet (§§ 21, 22 InsO):
1.    Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrestes oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).
2.    Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird 

Herr Rechtsanwalt Christian Otto 
Düsseldorfer Straße 38, 10707 Berlin 

bestellt.
Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände des schuldnerischen Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).
Der vorläufige Insolvenzverwalter ist nicht der allgemeine Vertreter der Schuldnerin. Er hat die Aufgabe, durch Überwachung der Schuldnerin deren Vermögen zu sichern und zu erhalten (§ 22 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 InsO). Der vorläufige Insolvenzverwalter hat zu prüfen, ob das Vermögen der Schuldnerin die Kosten des Verfahrens decken wird (§ 22 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 InsO).
Der Schuldnerin wird verboten, über Bankkonten und über Außenstände der Schuldnerin ganz oder teilweise zu verfügen. Hinsichtlich der Bankkonten und der Außenstände der Schuldnerin geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf den vorläufigen Insolvenzverwalter über. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen.
Die Konten der Schuldnerin führenden Kreditinstitute werden dem vorläufigen Insolvenzverwalter gegenüber zur Auskunftserteilung verpflichtet.
Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Sie werden aufgefordert, Leistungen unter Beachtung dieser Anordnung nur noch an den vorläufigen Insolvenzverwalterzu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).
Gem. § 8 Abs. 3 InsO wird der vorläufige Insolvenzverwalter beauftragt, die Zustellungen des Beschlusses an die Schuldner der Schuldnerin vorzunehmen (§ 23 Abs. 1 Satz 2 InsO) und hierüber Nachweis zu führen.
Der vorläufige Insolvenzverwalter ist berechtigt, die Geschäftsräume und betrieblichen Einrichtungen der Schuldnerin einschließlich der Nebenräume zu betreten und dort Nachforschungen anzustellen. Die Schuldnerin hat ihm Einsicht in die Bücher und Geschäftspapiere zu gestatten und sie diesem auf Verlangen bis zur Entscheidung über die Eröffnung des Verfahrens herauszugeben. Sie hat ihm alle Auskünfte zu erteilen, die zur Sicherung der künftigen Insolvenzmasse und zur Aufklärung der schuldnerischen Vermögensverhältnisse erforderlich sind.

Amtsgericht Charlottenburg - Insolvenzgericht -
36l IN 2090/13 Amtsgericht Charlottenburg, 23.05.2013

Naja, jetzt kann man nur hoffen, daß die Labbyon-Nachahmer wie Thomas Wos und andere Konsorten das gleiche Schicksal erleiden!

Mit vollmundigen, unbewiesenen Versprechungen ist bislang jeder auf die Nase gefallen. Aber durch die angezeigte Insolvenz wird den Dampfplauderern von Labbyon wenigstens erspart, nächsten Monat - also im Juni - tatsächlich starten zu müssen. Denn dann hätte auch der dümmste Mitspieler sehr schnell bemerkt, daß das Ganze eine riesige Seifenblase war. Und Seifenblasen haben nun einmal die äußerst unangenehme Eigenschaft, sehr schnell zu platzen. :-)

Und was machen jetzt die schon in Millionen denkenden Labbyon-Zuträger wie Dennis Nowak und Stephan Thormann? Muß der deutsche Staat diese Dumpfbacken jetzt auch noch durchfüttern?

Freitag, 1. März 2013

Mitternachtsnotar Marcel Eupen wird der Prozess gemacht

Nach 233 Tagen Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Berlin Moabit wird dem Mitternachtsnotar Marcel Eupen aus Berlin Schöneberg, ab dem 8. März 2013 der Prozess gemacht.

Zwei Mal hatte Eupen um Haftverschonung ersucht. Doch das Landgericht lehnte wegen Fluchtgefahr ab. Der in Köln geborene Eupen wohnte in Falkensee, wo er am 18. Juli 2012 verhaftet wurde.

Seine Rechts- und Notarkanzlei in Berlin Schöneberg wurde in einem Insolvenzverfahren abgewickelt.

Die Verhandlung gegen Eupen wird am kommenden Freitag um 9 Uhr vor der 2. Großen Strafkammer des Berliner Landgerichts wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs im Amt eröffnet werden, wie der Pressesprecher der Berliner Strafgerichte, Dr. Tobias Kaehne mitteilte.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, in der Zeit von Juni 2008 bis zum 31. März 2010 sein Amt als Notar zur Begehung von Betrugstaten missbraucht zu haben. Er sei Mitglied einer Bande gewesen, die es sich zum Ziel gesetzt habe, geschäftlich unerfahrenen Personen überteuerte fremdgenutzte Immobilien als Steuersparmodell anzubieten.
Es sind 16 Verhandlungstage angesetzt: Nach dem 8. März wird das Verfahren am 15., 20., 22. und 26. März, am 04., 09., 12., 16. und 19. April, am 07. und 14. Mai, am 04., 25. und 28. Juni und am 22. Juli 2013 fortgesetzt.

Orig. Quelle:  http://www.konsumer.info/?p=26652

Donnerstag, 14. Juni 2012

Rechtsstreit um Teldafax-Insolvenz: "Wir haben genug Beweise"

Hunderttausende Kunden hätten niemals einen Vertrag mit Teldafax abschließen dürfen. Der Insolvenzantrag des Stromhändlers kam zu spät. In der Not hatte der Konzern sogar mit Kriminellen verhandelt.

Es ist 12.45 Uhr, als im Amtsgericht Bonn am 14. Juni 2011 ein Schreiben eingeht. Der Vorstand der Teldafax Holding AG, Deutschlands größter Stromhändler, hat die Insolvenz beantragt. Keine Stunde später, um 13.38 Uhr, bestellt das Gericht den Düsseldorfer Anwalt Biner Bähr zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Bähr hat den Möbelhersteller Schieder abgewickelt und Hertie betreut, er ist ein erfahrener Mann. Mit einem Team von Anwälten fährt Bähr noch am selben Tag nach Troisdorf in die Teldafax-Zentrale.

Was er dort vorfindet, schockiert selbst ihn, 240.000 ungeöffnete Briefe, die Buchhaltung ist auf dem Stand von März. Mehr als 750.000 potenzielle Gläubiger hat das Unternehmen nun, so viele wie bei keiner anderen Insolvenz der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Ein Jahr ist das her. Bähr und seine Leute haben sich seitdem fast jeden Tag mit Teldafax beschäftigt. Im ehemaligen Konferenzraum des Vorstands haben sie ihren "War-Room" eingerichtet, Insolvenzanwälte, Betriebswirte und Energierechtler sitzen dort vor ihren Laptops, lesen Akten und werten E-Mail-Konten aus. "Ich habe noch nie so viel gelesen wie im vergangenen Jahr", sagt Bähr.

"Wir haben den Fall gerichtsfest aufgearbeitet"

Er bittet in sein Büro in der Düsseldorfer Innenstadt, ein helles, verglastes Eckzimmer. Die Rollos sind heruntergelassen, die Sonne steht direkt auf den Fenstern. Bähr trägt einen schwarzen Anzug, eine pastellfarbene Krawatte, die Haare akkurat gescheitelt. "Wir haben den Fall gerichtsfest aufgearbeitet", sagt er. "Heute wissen wir, schon seit Mai 2009 war das Unternehmen durchgängig insolvenzreif." Der Antrag am 14. Juni 2011 ist zwei Jahre zu spät gestellt worden. Hunderttausende Kunden hätten niemals einen Vertrag mit Teldafax abschließen dürfen.

Um Neukunden zu gewinnen, verkauft Teldafax Strom unter dem Einkaufspreis. Für ein paar Monate mag das gut gehen, aber über Jahre? Spätestens im Sommer 2009 mutiert das Unternehmen endgültig zu einem Schneeballsystem. Immer neue Kunden muss Teldafax finden, um finanzielle Lücken zu schließen. Mit jeder Kilowattstunde, die Teldafax verkauft, steigen auch die Stromsteuern.

Bereits 2008 ist zu erkennen, dass die gezahlten Steuerabschläge zu gering sind. Am 4. Juni 2009 fordert das Hauptzollamt Köln die Stromsteuern nach: 28,3 Millionen Euro schuldet das Unternehmen dem Fiskus. Das Zollamt schickt zwei Finanzbeamte zur Prüfung. Die Firma sei bilanziell überschuldet, schreiben sie in ihrem Gutachten, trotzdem räumt die Behörde eine Stundung ein. Am 1. September 2010, ein Jahr nach der Prüfung, zahlt Teldafax 13 Millionen Euro an den Fiskus, am 3. September fließen 12,4 Millionen Euro. Das Geld stammt aus einer Bonusaktion, die das Unternehmen im Sommer 2010 aufgelegt hat. Allein durch den Sommerrabatt entsteht dem Unternehmen mittelfristig ein Schaden von fast 20 Millionen Euro.


Rechtsstreit um Teldafax-Insolvenz

Tausende Euro an Kriminelle

Auch danach bleibt Teldafax klamm. In einer E-Mail vom 24. September 2010 räumt Teldafax-Chef Klaus Bath ein, dass das Unternehmen Schwierigkeiten hat. Teldafax habe fünf Millionen Euro auf dem Konto, schulde aber Lieferanten kurzfristig 32 Millionen Euro. "Wenn ich nun noch per Zehn-Prozent-Regel großzügig sieben Millionen Euro abziehe, besteht trotzdem aktuell eine Liquiditätslücke von rund 20 Millionen", schreibt er.

Der Teldafax-Vorstand verhandelte sogar mit Kriminellen

Seit dem Frühjahr 2009 versucht das Teldafax-Management deshalb, das Unternehmen zu verkaufen. "Am besten an einen dummen Russen oder Araber", erinnert sich einer, der dabei war. Doch zahlreiche Interessenten springen ab. Das Problem des Teldafax-Vorstandes: Es liegt kein testierter Jahresabschluss vor. Am 28. Oktober 2009 erhält Vorstandschef Bath Post. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO teilt ihm mit, dass sie die Prüfung der Bilanzen unterbrochen habe: "Die uns vorgelegten Unterlagen legen den Schluss nahe, dass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2008 bilanziell überschuldet war und vermutlich auch aktuell weiterhin ist."

In der Not verhandelt der Teldafax-Vorstand sogar mit Kriminellen. Es muss 2009 gewesen sein, als sich ein Mann aus Kairo meldet, er sagt, er sei ein Vermittler und könne etwa 30 Millionen Dollar organisieren, es handele sich dabei um Lösegeld somalischer Piraten. Er bittet um eine Überweisung von 150.000 Euro, um "Vorlaufkosten" zu decken. Die Buchhaltung von Teldafax sendet das Geld nach Kairo.

Im Internet hat dieser Trick längst einen Namen: Nigeria-Scam. Häufig geht es dabei um kleine Beträge: Auf Immobilienportalen preisen Ganoven günstige Wohnungen in Toplage meistens in London oder Paris an. Wer sich meldet, bekommt eine E-Mail in der es heißt, der Vermieter sei gerade in Dubai oder Lagos, man könne die Wohnung aber sofort beziehen, sobald man einige hundert Euro in die Fremde überweist. Das Geld ist dann futsch.

"Rückblickend würde ich eine Sache anders machen"

Die Zahlung 2009 hat Klaus Bath angewiesen. Der ehemalige Feuerwehrmann ist bis März 2011 Chef von Teldafax. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn. Er möchte sich nicht mehr zum Fall Teldafax äußern. Im August und September 2011 ist er noch gesprächiger. Am Telefon erläutert er damals seine Sicht der Dinge. Nach dem Gespräch gibt er per E-Mail mehrere Zitate frei. Unter anderem: "Rückblickend würde ich eine Sache anders machen: Ich hätte schon, nachdem die ersten Zeitungen im Oktober 2010 über Teldafax berichtet haben, Insolvenz anmelden können."

Mitte September ist er sogar zu einem Treffen in Berlin bereit. Er bittet in ein Café am Kürfürstendamm. Mit einigen Minuten Verspätung trifft er ein. Er setzt sich an einen der runden Tische, die auf dem breiten Bürgersteig aufgestellt sind. Bath trägt einen schwarzen Anzug, der oberste Hemdknopf ist offen. Seinen Gewerkschafterbart hat er ordentlich gestutzt. Er bestellt schwarzen Kaffee und beginnt zu erzählen. Wie er Teldafax geführt hat, dass es kein Schneeballsystem war. Wie beim Telefonat besteht er darauf, dass das Gespräch vertraulich stattfindet, Zitate dürfen nur dann verwendet werden, wenn er sie schriftlich freigibt.

Wenige Monate nach dem Gespräch holt ihn sein autorisiertes Zitat ein. Ein Anwalt aus Süddeutschland droht ihm mit einer Schadenersatzklage, weil sein Mandant erst Ende Oktober 2010 einen Vertrag bei Teldafax unterschrieben hat. Seitdem schweigt Bath.

Kein Problem", sagt Insolvenzverwalter Bähr. "Wir haben genug Beweise."Auch gegen andere Gläubiger, die frühzeitig von der Schieflage bei Teldafax wussten, hat Bähr Material gesammelt. Vom Hauptzollamt verlangt er einen Großteil der Stromsteuer zurück, der Fußballclub Bayer Leverkusen soll 16 Millionen Euro an Sponsorengeldern zahlen und auch mit den Netzbetreibern, die den Teldafax-Strom durch ihre Netz leitete, verhandelt Bähr. Insgesamt fordert er mehr als 150 Millionen Euro zurück. Die Rechtsstreitigkeiten könnten Jahre dauern.

Orig. Quelle:  http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rechtsstreit-um-teldafax-insolvenz-wir-haben-genug-beweise-1.1381932-2