Mittwoch, 2. Oktober 2013

NETZ Leipzig GmbH kündigt Verträge mit MK Energy (Care Energy) - Über 5000 Kunden betroffen

5000 Leipziger Stromkunden müssen Anbieter wechseln – Netz Leipzig kündigt mk-energy

Über 5000 Leipziger Kunden von mk-energy müssen Anbieter wechseln. Foto: Oliver Berg

Leipzig. Das Stadtwerke-Unternehmen Netz Leipzig hat den Strom-Lieferrahmenvertrag mit mk-energy gekündigt. Die 5300 Kunden des Energieunternehmens im Raum Leipzig erhalten ihren Strom ab dem 1. Oktober vom gesetzlichen Grundversorger, den Stadtwerken Leipzig und enviaM.

Die Kunden würden „unterbrechungsfrei weiterversorgt“, teilte Netz Leipzig mit. Mk-energy habe trotz mehrerer Mahnungen die Vorrauszahlungen für die Nutzung des Stromnetzes des Unternehmens nicht geleistet. Eine einvernehmliche Lösung sei trotz zahlreicher Bemühungen nicht zu Stande gekommen, hieß es weiter.

Betroffene Kunden mk-Energy können sich bis zum 18. Oktober unter der Telefonnummer (0341) 1 21 49 99 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr informieren.

>>>  http://www.lvz-online.de/leipzig/wirtschaft/5000-leipziger-stromkunen-muessen-anbieter-wechseln-stadtwerketochter-kuendigt-mk-energy/r-wirtschaft-a-208865.html


Siehe auch >>>  Das bizarre Geschäftsmodell von "Care-Energy" gerät unter schweren Beschuß

und >>>  Bedeutet das das “AUS” für Care Energy?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Da werden sich die Stadtwerke wohl vor Gericht eine Watsche abholen. Laut deren Abrechnung hat CE ein Guthaben für Oktober von über 226.000 Teuros, wo die einen Kündigsgrund sehen wird wohl der Richter entscheiden

Anonym hat gesagt…

„Wir werden gegen die Falschaussagen der Netz Leipzig GmbH in ihren Kundenschreiben juristisch vorgehen“

„Care-Energy“-Kunden erleben diese Tage einen neuen Tiefpunkt in der Arbeit der Netz Leipzig GmbH, die sich in Schreiben schon einmal mit dem selbstverliehenen Titel „Ihr zuverlässiger Netzbetrieb“ schmückt. Wie weit dieser Anspruch von der Realität entfernt ist zeigen die Briefe, die die Netz Leipzig GmbH an „Care-Energy“ Kunden schickt, die ihr gesetzlich verankertes Recht auf einen eigenen Netznutzungsvertrag einfordern. In den Schreiben behauptet die Netz Leipzig GmbH, sie hätte bereits für alle Care-Energy Kunden Netznutzungsverträge an Care-Energy in Hamburg versandt und „Care-Energy“ hätte die Annahme der Netznutzungsverträge verweigert. Dabei verschweigt die Netz Leipzig GmbH, dass die zu „Care-Energy“ nach Hamburg gesandten Vertragsentwürfe schwere Fehler zu Lasten des Kunden beinhaltet haben. Dazu Martin Kristek, CEO der mk-group, zu der die Marke „Care-Energy“ gehört: „Wir können nicht beweisen, dass uns die Netz Leipzig GmbH vorsätzlich fehlerhafte Netznutzungsverträge für unsere Kunden geschickt hat, in der Hoffnung, wir würden diesen Fehler zu Lasten der Kunden nicht bemerken. Es spricht allerdings gegen die erforderliche Zuverlässigkeit der Netz Leipzig GmbH, dass die dortige Unternehmensführung mangelhafte Verträge verschicken lässt. Kontrolliert die Geschäftsführung wichtige vertragliche Vorgänge nicht, obwohl sie rechtlich verantwortlich ist? Oder erkennt sie rechtliche Mängel in Dokumenten nicht, weil sie mit der Materie des Energiemarktes nicht zu Recht kommt? Diese Fragen sollten die Öffentlichkeit und die politisch Verantwortlichen in Leipzig der Geschäftsleitung der Netz Leipzig GmbH stellen.“

Dabei seien die Fehler in den Vertragsentwürfen der Netz Leipzig GmbH einfach zu erkennen gewesen, so Martin Kristek weiter. „Ein Endkunde nimmt nicht am sog. GPKE-Prozess teil und erhält als Endkunde eine Papierrechnung, keine elektronischen Dateien. Für die Kunden mit einem eigenen Netznutzungsvertrag gelten die vollen Rechte des deutschen Verbraucherschutzes, auch wenn die Netz Leipzig GmbH diese gern aushebeln möchte. Diese herrschende Rechtslage sollte auch der Netz Leipzig GmbH bekannt sein, zumal „Care-Energy“ mehr als 30 einstweilige Verfügungen genau dieses Inhalts gegen andere Stadtwerke erwirkt hat. Angesichts des Umfangs der Fehler des Vertrags scheint es mir mehr als zweifelhaft, ob es der Netz Leipzig GmbH gelingen kann den „Care-Energy“ Kunden und der Öffentlichkeit zu vermitteln, dass dieser Fehler der Netz Leipzig GmbH ein Versehen gewesen ist. Auch das dreiste Schreiben an unsere Kunden, in dem die Vertragsmängel verschwiegen werden, spricht gegen einen unbeabsichtigten groben Schnitzer auf einer Sachbearbeitungsebene. Dann noch den Kunden einen korrekten Netznutzungsvertrag zu verweigern, weil wir einen falschen Netznutzungsvertrag nicht angenommen hätten, ist ebenso dreist wie rechtswidrig. Unserer Ansicht nach gehen die vorsätzliche, gesetzwidrige Behinderung unserer Arbeit und die Versuche der dreisten Täuschung unserer Kunden durch die Netz Leipzig GmbH in eine bedauerliche nächste Runde. Wir werden mit aller Härte gegen die fortgesetzte Kundentäuschung der Netz Leipzig GmbH juristisch vorgehen.“

„Es überrascht mich nicht, dass Medienberichten zu Folge die Verträge der beiden Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig, der Muttergesellschaft der Netz Leipzig GmbH, nicht verlängert werden. Mich überrascht nur, dass die beiden Herren angesichts Ihres Geschäftsgebarens nicht sofort von den Aufsichtsgremien gekündigt werden. Das Verhalten des regionalen Monopolisten Netz Leipzig GmbH stinkt zum Himmel und ein Fisch stinkt immer vom Kopf her.“ so Martin Kristek abschließend.