Mittwoch, 21. November 2012

Gifttwister – Aufruf an alle Geschädigten!

Bisher waren die Betreiber des Abzockprojektes Gifttwister ja vollkommen anonym, auch wenn die Spuren in eine gewisse Richtung deuten. Jetzt behauptet aber ein Herr Richard Müller aus Hannover, den Betreiber von Gifttwister zu kennen.


gifttwister.com - anonymes, klassisches Schneeballsystem

 

Hiermit werden  alle Geschädigten aufgerufen, Anzeige gegen den Betreiber des Gifttwister-Projektes wegen vorsätzlichen Betruges zu erstatten. Der Herr Müller würde dann als Zeuge vorgeladen werden und wäre zur Aussage verpflichtet. Sollte er sich weigern, würde er Gefahr laufen, sich der Begünstigung oder Strafvereitelung strafbar zu machen.

Details können u. a. hier

http://falkito2012.blogspot.de/

nachgelesen werden.

Gifttwister war zudem mit dem Zahlungsprozessor Cosmicpay verknüpft, über den hier bereits ein Artikel zu finden ist >>>   Cosmicpay.com - Zahlungsprozessor für Falkito (Gifttwister, Forex4Free)

Dienstag, 20. November 2012

27-Jähriger soll Tausende betrogen haben

William F. ist angeklagt, Menschen mit Inkassobriefen unter Druck gesetzt zu haben.

Günstige Angebote aus dem Callcenter: Solchen Werbeanrufen können Verbraucher einen Riegel vorschieben. Am besten geht das schriftlich. Foto: Franziska Koark

Noch keinen Durchbruch brachte die Verhandlung vor dem Landgericht gegen einen 27-jährigen Krefelder, der sich seit März 2012 wegen Betruges im Callcenter-Milieu verantworten muss. William F. wird vorgeworfen, persönliche Daten von zehntausenden ehemaligen Gewinnspielteilnehmern aufgekauft zu haben. Dann soll er per Inkassofirma Druck auf die Spieler ausgeübt haben, obwohl diese dem mutmaßlichen Betrüger nichts schuldeten. Als sich Hunderte von Kunden wegen der Inkassobriefe beschwerten und Anzeige erstatteten, flog William F. auf.

Rund 8000 eingeschüchterte Personen hatten aber gezahlt, so dass sich der Gesamtschaden auf rund 1,35 Millionen Euro beläuft. William F., bei dem fast eine halbe Million Euro sichergestellt worden waren, schweigt zu den Vorwürfen.

Seine drei Verteidiger wollen glaubhaft machen, ihr Klient habe nur Daten von säumigen Zahlern gekauft. Auch habe er keinesfalls ehemalige Teilnehmer durch Inkassobriefe einschüchtern, sondern lediglich an ihre Zahlungsverpflichtungen erinnern lassen.

Adressenhändler aus der Türkei soll aussagen, erscheint aber nicht

Im September jedoch hatte ein ehemaliger Callcenter-Betreiber als Zeuge das Gegenteil ausgesagt: Bei den Kundenadressen sei nie von Inkasso die Rede gewesen. Er habe nur persönliche Daten von Kunden und keine Forderungen an F. verkauft.

Ob der Angeklagte sich die Forderungen aus den Fingern gesogen hatte oder nicht, darüber sollte auch die Zeugenaussage eines weiteren Adressenhändlers Aufschluss geben. Der hätte jetzt für seine Aussage aus der Türkei anreisen sollen, erschien jedoch nicht vor Gericht. Der Prozess wird fortgesetzt.

http://www.wz-newsline.de/lokales/krefeld/27-jaehriger-soll-tausende-betrogen-haben-1.1159015

Sonntag, 18. November 2012

eVisionTeam Webcenter – Kunden Nepp mit eingekaufter Billigsoftware

Das neue Webcenter von evisionteam glänzt mit einer bei ´b1gmail.com` eingekauften Reseller-Billigsoftware, deren Funktionen es außerdem bei Google seit Jahren kostenlos gibt. Für schlappe 60 Euronen Gebühr dreht Robert Schmalohr gemeinsam mit seinem neuen Geschäftsführer-Strohmann Bernd Schulte den ahnungslosen Keulern, ähm Partnern wieder mal den letzten Schrott an.

Das als absolute Topleistung angebotene Webcenter besteht in großen Teilen aus einem Reseller-Softwarepaket, dass man für unter 200 Euro hier einkaufen kann: http://www.b1gmail.com/de/infos/

Schmalohr & Co haben also bereits nach ungefähr 3-4 Jahreszahlungen von ihren Lemmingen die Investition für die Softwarebausteine raus und kassieren danach ab. Denn das Webcenter ist natürlich nur der Einstieg. Anschließend werden den Leuten noch jede Menge weiteres überteuertes und sinnloses Zeug angedreht.

Das Webcenter wartet dabei mit grandiosen Errungenschaften, wie Notizblock, Terminkalender und ähnlichem Firlefanz auf, den es man bei Google und an fast jeder anderen Ecke im Netz völlig gratis bekommt. Am witzigsten ist, dass evisionteam auf seiner zusammengebastelten Homepage bis vor kurzem noch selbst die kostenfreie Terminkalenderfunktion von Google integriert hatte.

Aber das ist ja noch längst nicht alles, an dieser absoluten `Weltneuheit`. Nein, es gibt auch einen URL-Verkürzer mit automatisch erstelltem QR-Code und der Möglichkeit sich als Vertriebsheini in einer Kartenfunktion eintragen zu lassen (eigentlich ganz vorteilhaft, denn so kann man wenigstens mal sehen, dass Schmalohr eine kleine Klitsche mit nur einer Handvoll Keulern betreibt).

Auch hier gilt: Bei Google gibts den URL-Verkürzer mit QR-Code-Generator schon lange kostenlos. Jede andere Networkfirma bietet das Eintragen in einer solchen Übersichtkarte schon im eigenen Interesse kostenlos an. Nur evisionteam leiert seinen Leuten dafür noch Geld aus der Tasche. Ein entsprechendes Script für sogenannte gebrandete, also mit dem Wunschfirmennamen versehene URL-Verkürzer, gibt es von verschiedenen Anbietern im Netz kostenlos. Schmalohr und Konsorten mussten sich also nur das Script besorgen und konnten dann mit zwei, drei Korrekturen Ihren eigenen evision-Verkürzer anbieten ohne selbst einen Cent dafür gezahlt zu haben.

Eine Frechheit ist vor allem auch, dass Basis 2.0 (der letzte Software-Krepierer aus dem Hause evisionteam, der nie richtig funktioniert hat) jetzt auf Eis gelegt wurde und die dafür geleisteten Jahreszahlungen nicht auf das Webcenter angerechnet werden. Die Partner von Schmalohr müssen also neue 60 Euro auf den Thresen legen und müssen sich dann auch noch eine komplett neue Downline aufbauen, denn die Basis Downline zählt fürs Webcenter nicht. Schlau, der Schmalohr, denn er braucht ja frisches Geld, weil das alte schon längst (z.B. für die Spesen der eingeflogenen lettische Spielkameraden) verpulvert ist. Und das Beste ist: die Damen und Herren Keuler scheinen tatsächlich dafür zu löhnen.

Die Links zu den kostenfreien Google-Funktionen zum Vergleich:

http://support.google.com/calendar/?hl=de (Aufgabenverwaltung, Kalender)

http://docs.google.com/ (Notizen, Dokumente-Cloud)

http://goo.gl/ (URL-Verkürzer mit QR-Code Funktion)

Dienstag, 13. November 2012

Bonofa AG, verknüpft mit CSC -Company Structure Consulting AG, Aurum Plus GmbH, Alphapool AG, Cube7 u. a.

Wieder eine geniale Idee zum Geld verdienen?
Sicher, aber nur für jene die das System erfunden und aufgebaut haben, also an der Spitze stehen.

Manchmal hat man das Gefühl, es gibt Menschen die denken dass alle anderen mit dem Klammerbeutel gepudert wären. Doch dank dem Internet sind diese Zeiten lange vorbei.


Laut des Impressums auf bonofa.com soll der Sitz der Bonofa AG in Vaduz/Lichtenstein sein. Mehr als merkwürdig erscheint da, dass die Domainregistrierungen und auch das Markenschutzrecht in Deutschland liegen.
Die Hauptdomain bonofa.com ist auf einen Herrn Andreas Hoyer aus Mandelbachtal registriert.

My-Bonofa.com scheint zur Anwerbung von Mitgliedern in die Struktur gedacht sein, wobei laut des Impressums Wilke-Seeger, Wollmer und Buettgenbach involviert sind.

Hinter Bonofa an sich stecken aber offenbar andere Leute. So gibt es beispielsweise die Seite bonofa.com in deren Impressum man die Bonofa AG mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein findet. Die dort angegebenen Herren aus Österreich, die den Verwaltungsrat bilden, scheinen keine wirkliche Rolle zu spielen. Denn die Seite an sich ist auf die "aurum plus GmbH" von Gernot Fuhr in Saarbrücken registriert. Dort taucht Gernot Fuhr zwar nicht auf, denn die Geschäftsführer heissen Tilgenkamp und Kulla. Fuhr steht aber in der Whois-Abfrage als Verantwortlicher dar und spielt mit Sicherheit die tragende Rolle. aurum plus ist laut eigenen Angaben eine Edelmetallhandels GmbH, die Gold und Silber verkauft. Selbstverständlich auch mit den network-üblichen "Sparplänen". Bonofa scheint somit eine weitere Vertriebslattform für deren Absatz zu werden.

Die aurum plus GmbH ist aber nicht das einzige Unternehmen des Herrn Fuhr. Unter der gleichen Adresse in Saarbrücken git es nämlich noch die Alphapool AG, bei der Fuhr dann auch tatsächlich als Vorstand eingetragen ist. Die Alphapool betreibt wohl Immobiliengeschäfte, hat eine Eigenkapital von 50.000 Euro und ist bei GoMoPa unter anderem dadurch negativ aufgefallen, dass sie mit übertriebenen Versprechungen Lebensversicherungspolicen ankaufen und daraus durch hochriskante Immo-Geschäfte angeblich innerhalb von 6 Jahren das doppelte machen wollen. Das Versprechen der alphapool AG: Geben Sie uns 20.000 Euro, wir geben Ihnen in 6 Jahren 40.000 Euro zurück.

Der Immobilienbereich ist für Nepper ja immer recht dankbar, da man seine Programme schön ruhig über möglichst lange Zeiträume anlegen kann und sich nicht schon zu Beginn (also in der Phase des Abkassierens) mit lästigen Renditeforderungen rumschlagen muss. Falls das System dann nach einigen Jahren doch nicht funktioniert, kann man ja ein paar Ausreden erfinden, das Unternehmen liquidieren oder sich aus dem Staub machen und hat bis dahin schon jede Menge kassiert. Hier gibts einen Bericht und eine professionelle Einschätzung zu diesen Machenschaften, in dem Fuhr auch persönlich erwähnt wird: http://www.finanz-forum.de/online_active_t5584.html


Die eigentliche Gesellschaft die hinter Bonofa steckt, ist also die CSC -Company Structure Consulting AG, die treuhänderisch den Betrieb der BONOFA AG regelt - http://www.oera.li/webservices/HRG/HRG.asmx/getHRGHTML?chnr=0002383447&amt=690&toBeModified=0&validOnly=11000&lang=1&sort=0

Diese CSC ist von der FMA als Treuhandgesellschaft mit eingeschränkter Bewilligung gelistet - http://register.fma-li.li/fileadmin/user_upload/dokumente/publikationen/Treuhaender/de/121010_19_Treuhandgesellschaften_mit_eingeschraenkter_Bewilligung_mit_ihren_Konzessionstraegern.pdf

Cube7 wurde ebenso noch in Bonofa integriert.
cube7 ist in der realen Produktewelt eigentlich die Weiterentwicklung des Rubik´s Cube. In Deutschland auch Zauberwürfel genannt. Anders als sein älterer Bruder hat er pro Seite nicht 3x3, sondern 7x7 Felder die man in die richtige Farbe drehen muß.

Den Zauberwürfel hat die Bonofa anscheinend als Symbol gewählt. Herr Hoyer, der bereits erwähnt wurde, weil er die Domain bonofa.com registriert hat, ist auch der Inhaber der Domains: http://cube7.org/ und http://cubeseven.org/

Das Ganze ist also ein recht verzweigtes Firmennetzwerk. Je verzweigter derartige Firmenkonstrukte sind, umso mehr unterstreicht das in meinen Augen, dass Vorsicht geboten ist.

Montag, 12. November 2012

Deutschlands schlimmster Betrüger Ulrich "Richie" Engler angeklagt

Jetzt erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Ulrich Engler (51, Spitzname „Richie“).

Der renommierte Strafrechtler und Verteidiger Steffen Lindberg (35): „Es ist eines der größten Wirtschaftsstrafverfahren der Nachkriegszeit. Es wurden knapp 1300 Zeugen bundesweit benannt, die Ermittlungsakten füllen mehr als 50 Leitzordner.“

Rückblick: Der Sohn eines Straßenbauers, der nie bei einer Bank gearbeitet hat, gab sich jahrelang als Investmentexperte aus, der mit Computerprogrammen die Entwicklung von Aktien als Erster erkennen könne. Auftakt des Mammut-Prozesses vorm Mannheimer Landgericht: vermutlich schon im Januar 2013.

Orig. Quelle: http://securitybymike.com/4.html